was ich euch wünsche?

begehbare wege
(gemeinsam/alleine)
gedanken, gefühle
(große und kleine)
immer ein brot um
den hunger zu stillen
ein sauberes wasser
zum trinken und kühlen
einen ort zum wohnen
fest und sicher gebaut
und menschen denen zu
vertrauen man sich traut
meinen wunsch aufzuschreiben
finde ich gar nicht leicht
wollt ihr mehr? wünschts euch selber
denn ich glaube, das reicht

© 2017, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

neulich

im fieber
neulich
als meine haut
wie pergament
sich anfühlte
erinnerte ich deine
pergamentene haut
an meiner
damals als wir
in einer art fieber
gemeinsam flogen

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vergleich

wie ein
schiffsdeck
scheint mir
das leben
plan und eben
fest und
dennoch nicht
feststehend
geneigt gehoben
gesenkt getrieben
von den winden
bestimmt
an deck ist
vieles zu tun
vieles ist pflicht
manches last
einiges freude
dein spielraum
in der scheinbaren
unendlichkeit von
der reling begrenzt
schau auf den kurs
[kennst du ihn?]
achte auf dünung
sterne und untiefen
du bist skipper
und pasagier

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im zwischen

das jahr ist auf der zielgeraden
der rest wird kürzer tag un tag
die zeit wird schal so wie die neige
im glas die niemand trinken mag

nach all den aufregenden tagen
scheint jetzt die ruhe eingekehrt
so fühle ich am umstiegsbahnsteig
drauf wartend, dass der zug einfährt

selbst das kalenderbild wirkt müde
der neue steht schon längst bereit
es hängt doch nicht an einem datum
es kommt stets eine neue zeit

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schneeglöckchens plan

jetzt
in einer zwiebel
für andere
versteckt ruhen
durch die kalte
die dunkle zeit
bis der steigenden
sonne wärmender strahl
sacht klopfend die
neue blüte fordert

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