wie neu

auf einer langen bank saß
still ein einsames leben
der es tragen gesollt
hatte achtlos es eben
nur zur seite gelegt
beim karrieremästen
es behinderte ihn
hing an seitenästen
und es bremste zuweilen
oder stoppte ihn ganz
das war wirklich nicht dienlich
seiner jagd nach dem glanz
achtlos jagte er weiter
hatt das leben vergessen
das seit jahren sehnsüchtig
auf der bank still gesessen
bis sein herz eines tages
einen schlusspunkt ihm setzt
er verschwindet. seinen ruhm
nur erinnert man jetzt
eingraviert mit majuskeln
in ein stück vom granit
und ein leben sitzt da
denkt daran wie es litt
so ganz ungelebt bleibt es
und es träumt jenen tag
dass es jemandem passe
der es gern füllen mag

© 2019, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

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