ein weg

in kriechgang
die zeitwüste durchmessen
der alltägliche sand
körnt zwischen allen
bewegungen bremst
auch den griff nach
der oase die nie
näher zu kommen scheint
und im grellen flirren
des tagwerks schließlich
doch zerfließt

© 2018, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

versuch

weich und kühl
trifft er meine haut
legt seinen feinen staub
feuchtnebelnd auf
meine hände die
den um sich selbst
tanzenden klumpen
begrenzend in eine form
zu zwingen suchen
übermütig sich windend
winzige abweichungen
nutzend der symmetrie
zu entgehen und der
glätte der idealen form
tonschlammpatinierte
hände ruhen ineinander
dieweil der blick die
schönheit im unperfekten
entdeckt

auflösung

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unmerklich

tage
erschütternd ruhig
keiner der ein
müssen ausruft
die uhr taktet
die zeit umsonst
der genuss lungert
still wartend herum
unmerklich fuhr
der zug los
immer hinab hinab
immer weiter
und draußen
im vorbeiziehen
verschwimmen
die träume

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sonntagmorgen

noch ist es still
nur ab und zu
der mauersegler rufe
das licht schlich sich
längst in den tag
der weitsicht zu behufe

noch ist es still
nur irgendwo
dudelt ein radio leise
so sehr ich lauschend
mich bemüh
erkenn ich nicht die weise

noch ist es still
doch nicht mehr lang
dann dringt mit tagesrauschen
das leben in
die stille ein
ich will es leis belauschen

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hm!

ich
weiß (es ist)
nicht (verlockend das)
was (ist zu verneinen)
soll (zuweilen)
es (zu viel schwere)
bedeuten

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