nachtelfchenreigen

wie
der mond
sich bäumt auf
seiner sternblumigen schwarzen nachtweide
schau!

lockt
silbrig lächelnd
in die tiefe
einer welt so fremd
staune!

mit
ihm ziehn
möchte ich einmal
nur auf uns sehen
träume!

© 2018, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

ja aber

doch
es war
ein schöner tag
der himmel klar
die sonne schien
allein ihr fehlt
im licht das warme
dieses feurige gelb
das an wärmendes
flammen erinnert
so erleuchtet sie
am boden das sattgelb
gefallener blätter
verzehrt es bald zu
grauem braun

© 2018, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

haiku No. 371

kalt schneidet die luft
erinnerung an den sommer
verflog blätternd gelb

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12. november

ein herbst
der von ewigkeit
zu träumen scheint
überfließendes blattgold
augustwolkenschafe
und diese weiche luft
ewigwährendes leben
woraus nähren wenn
alle blätter fielen
ach herbst zieh nun
endlich weiter
dein traum schafft
verdruss und ändert
den lauf der sonne
nicht

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ein letztes gelbes blatt

hat sonne in sich drin
ich trage es nach haus
leg es am fenster hin
das gelb färbt später aus

wird unansehnlich grau
und schrumplig mit den tagen
dann weiß ich doch genau
bald wird ein grün es wagen

zu streben aus der erde schoß
in linden frühlingslüften
die dunkle zeit geht doch vorbei

und blätter treibt der grüne spross
wird blühen in süßen düften
doch kommt der winter vor dem mai

© 2018, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.