novemberregen #frapalymo No. 21.1

der himmel fällt mir auf den kopf
in kalten feinen regenfäden
hände suchen nach taschenwärme
die feuchtigkeit krallt in den körper

in kalten feinen regenfäden
erwachsen pfützen an den wegen
die feuchtigkeit krallt in den körper
kein spatz findet sich ein zum bade

erwachsen pfützen an den wegen
bald wird das nass vom frost erblinden
kein spatz findet sich ein zum bade
ein gummistiefelchen nur platscht

bald wird das nass vom frost erblinden
hände suchen nach taschenwärme
ein gummistiefelchen nur platscht
der himmel fällt mir auf den kopf

impuls: „schreibt ein pantun“.

alle texte lest ihr hier: #frapalymo 21nov17: kein ton keine wahrheit

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abweichung #frapalymo No. 12

heute mal
eher raus
wär doch schön
noch im
hellen ein
paar schritte
ach
der rückruf
jetzt endlich
dann aber los
wie
deadline?
gut also noch
dieses aber
dann gehts heim
ach
dunkelheit du
kamst so schnell
der bus lässt
auf sich
warten

impuls: „doppelimpuls teil 2: 16.22 uhr“

alle texte lest ihr hier: #frapalymo 12nov17: 16.22 uhr

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reise #frapalymo No. 7

lärmend
ziehen die
gänse im richtung
weisenden
keil

damals
als wir
noch dachten
wir zögen
der leichtigkeit
des scheidenden
sommers einfach
nach

sie lärmen
im fliegen
wissend es wird
nicht leichter werden
dort wo ihr flug
endet

impuls: „nutzt folgenden tweet als impuls für euren text: „herbstlicht auf den dächern / schatten werden länger / in der brust vogelschwärme*“. der tweet ist von @silemarlin

alle texte lest ihr hier: #frapalymo 7nov17: schattenwerfer

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resümee

jetzt
wieder diese tage
die so schwer lasten
die grau wölken
die frostig umfassen
die mich vermissen lassen
wärme
nähe
liebe
leichtigkeit
jetzt resümieren
es ist doch
aller tage
abend

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elegie #frapalymo No. 1

ich zähle die regentropfen an den zweigen
und ich erinnere noch einmal wie es war
du warst so ernst und wolltest nicht mehr bleiben
ich schwieg, denn du sprachst so unglaublich klar

und ich erinnere noch einmal wie es war
ich ahnte nicht was zwischen uns nun stand
ich schwieg, denn du sprachst so unglaublich klar
dass meine eignen worte ich nicht fand

ich ahnte nicht was zwischen uns nun stand
wir lebten lang schon in sprachlosigkeit
dass meine eignen worte ich nicht fand
wir haben uns verloren mit der zeit

wir lebten lang schon in sprachlosigkeit
du warst so ernst und wolltest nicht mehr bleiben
wir haben uns verloren mit der zeit
ich zähle die regentropfen an den zweigen

impuls: „ich zähle die regentropfen an den zweigen“ nach Hilde Domin:„abzählen der regenbogenschnur“

alle texte lest ihr hier: #frapalymo 1nov17: zahlenspiel

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