erste tage

das jahr
nimmt fahrt auf
wie das vom
stall erstmals
entlassene füllen
tobt es stürmisch
staksig ungelenk
durch die welt
mäandert sich
wege durchs
unbekannte
und die hoffnung
bleibt
dass es gut
ausgeht

#anfang

© 2018, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

auswahl

welchen weg
soll ich nehmen
ständig fragt
das leben mich
danach wieder
da ist dieser
eine breite
ausgetreten von
gewohnheit
geradlinig eben
da ist auch ein
steiler weg
schlecht einzusehen
mit seinen steinen
und windungen
und dann dort
kaum zu erahnen
im dichten kraut
des unterholzes
ein pfad ins nichts
ins alles? ins alles!
allen bin ich
schon gefolgt
alle will ich
begehen jeweils
zur rechten
zeit

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festgestellt

auch
ein morgen
der da hellt
etwas zögerlich
ein neuer tag
ein neuer monat
gar ein jahr
beginnt
auch mit einem
morgen
einfach
so

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was ich euch wünsche?

begehbare wege
(gemeinsam/alleine)
gedanken, gefühle
(große und kleine)
immer ein brot um
den hunger zu stillen
ein sauberes wasser
zum trinken und kühlen
einen ort zum wohnen
fest und sicher gebaut
und menschen denen zu
vertrauen man sich traut
meinen wunsch aufzuschreiben
finde ich gar nicht leicht
wollt ihr mehr? wünschts euch selber
denn ich glaube, das reicht

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im zwischen

das jahr ist auf der zielgeraden
der rest wird kürzer tag un tag
die zeit wird schal so wie die neige
im glas die niemand trinken mag

nach all den aufregenden tagen
scheint jetzt die ruhe eingekehrt
so fühle ich am umstiegsbahnsteig
drauf wartend, dass der zug einfährt

selbst das kalenderbild wirkt müde
der neue steht schon längst bereit
es hängt doch nicht an einem datum
es kommt stets eine neue zeit

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