papaver rhoeas oder von der farbe

zartes rot
zu orange neigend
mischt sich ins
gelb der gerstenfelder
welche die ebene
übergießen
zarte wesen
schimmernd besonnte
balanceure auf
rauen stengeldrähten
die gern zu
tiefrotem strahlen
zusammenstehen

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episode #frapalywo No. 7

unter hölzernem vordach
versteckten wir uns
vor den blitzen
als dann der regen
blasen schlug
blieben wir regungslos sitzen
lau war die luft und der blick
wurde klar
wir hielten uns, bis es vorüber war
heimwärts dann tanzten wir hand
in hand
und barfüßig durch alle pfützen

impuls: „sommerregen“.

alle texte lest ihr hier: #frapalywo tag 7, text 7

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almoço #frapalywo No. 3

enge gassen
in ein korsett aus
lehmputz gepresst
schmale schatten
entlang der wände
zu schmal um
schutz zu bieten
das geräusch der
leere irrt umher
auf der suche
nach einlass dort
wo das leben
reglos ruht
das denken zerschmilzt
zu emaillenen fäden
erstarrt wie die
stunde des zenit

impuls: „flirrende mittagshitze“.

alle texte lest ihr hier: #frapalywo tag 3, text 3

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auf den weg

august, schmollst du mir
wirfst mit wassertropfen
weil ich dich unstet schalt
scheinst ein bruder des april

wirfst mit wassertropfen
rollst kühlen teppich aus
scheinst ein bruder des April
gehst mit viel theater

rollst kühlen teppich aus
bringst frische farben mit
gehst mit viel theater
kündigst den herbst nun an

bringst frische farben mit
weil ich dich unstet schalt?
kündigst den herbst nun an
schmoll mir nicht, august

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haiku No. 334

ein erstes klacken
am weg rollt früh schon der herbst
im kastaniensamt

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