vom wind in diesen tagen

ein wind treibt
durch die straßen
trägt alles leichte fort
verwaister streusand
und papier
nicht ist am alten
ort

dort löst er
noch zwei blätter
(ganz trocken)
vom geäst
er hebt sie an
treibt sie voran
dass es sie tanzen
lässt

er lud meine gedanken
die hellen
ein zum flug
es blieben welche
die so schwer
dass er sie
fort nicht
trug

© 2017, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

der zeit voraus

ich fühl mich wie april
das wetter spielt verrückt
weiß nicht, was es will
ständig es neues zückt

das wetter spielt verückt
mal sonnig und mal nass
ständig es neues zückt
es macht nicht wirklich spaß

mal sonne und mal nass
was zieh ich denn nur an?
es macht nicht wirklich spaß
dass ich nicht planen kann

was zieh ich denn nur an?
weiß auch nicht, was ich will
dass ich nicht planen kann
ich fühl mich wie april

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seitenblick

im mauerwinkel
den die sonne
des februars
noch nicht
erreichte
ein letzter
haufen zu harsch
verbackenen schnees
einst aufgetürmt
aus lockerlfockigen
klöppelspitzen eines
grimmigen frostes
sorgsam vom täglichen
weg der stadtbürger
gekehrt und mit
dem sediment des
streusands versetzt
trotzt er dem
ersten hauch
des frühlings
eines tages wird
nur noch sandkörniges
in einer letzten
träne sein

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tauwetter

vom fenster
sah sie den
frischen schnee
sann der spur
nach die weg
führte von
ihrer tür
sann ihr nach
fühlte schwere
trat zurück
in den schatten
des raumes
der nächste blick
später fand den
schnee nicht mehr
die schwere sang
im geäst bis
die amsel zum
flug sich
erhob

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auf dem heimweg

prickelndes
im gesicht
beim aufschaun
im lichtschein die
flocken tanzen sehen
dort wo die farbigen
lichter der ampel
wege mal sperren
dann wieder weisen
schau ich
buntes geflimmer
wie flitter dem
boden entgegen
tanzen in
leichtigkeit

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