unmerklich

tage
erschütternd ruhig
keiner der ein
müssen ausruft
die uhr taktet
die zeit umsonst
der genuss lungert
still wartend herum
unmerklich fuhr
der zug los
immer hinab hinab
immer weiter
und draußen
im vorbeiziehen
verschwimmen
die träume

© 2018, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

sonntagmorgen

noch ist es still
nur ab und zu
der mauersegler rufe
das licht schlich sich
längst in den tag
der weitsicht zu behufe

noch ist es still
nur irgendwo
dudelt ein radio leise
so sehr ich lauschend
mich bemüh
erkenn ich nicht die weise

noch ist es still
doch nicht mehr lang
dann dringt mit tagesrauschen
das leben in
die stille ein
ich will es leis belauschen

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mauersegler

wie glücklich
kreischende kinder
jagen sie ein
ander über
mütig unter
wechselnden himmeln
wie befreit von
des tages lasten
ihre schrillenden
rufe in den feier
abend dämmert schon
bald wandern sie
südwärts

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dort

es muss doch
wohl diesen einen
winkel geben
nur uns zu eigen
um die blicke
zu lenken von
dir von mir
zu diesem weit
entfernten stern
dem nachzuspüren
in den nachthimmel
wir träumen jeder
an seinem ort
dort triff
mich

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endlich

als erste tropfen
mich berührten
wölbte wohliger
schauer kurz meine
äußere haut
die innere hub
zu atmen an tief
diese frische
einzusaugen
für ewigkeiten
als die tropfen
die erde berührten
schien gelbgedörrtes
sich zu strecken
sehnsüchtig abzuwerfen
den staub die trockenheit
später band der staub
die einschläge zu
blasen auf der haut
der pfützen

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