beobachtet

die gesichter
morgens im
ersten bus
halten ihre
müdigkeit ins
grelle licht
starr und
ohne die welt
um sie herum
zu erreichen
abends dann
sehe ich sie
erneut
frage mich
ob sie jemals
aufwachten
dazwischen

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der kater

ich
sah ihn
nie zuvor
wie er sich
in den schatten
des mauerwerks
drückt bei
seiner streife
durch das quartier
kurz inne hält
vor dem queren
der asphaltschneise
um dann weiter
zu wandern
ein wenig unwuchtig
unterbricht ein
vierter schritt
das gleichmaß der
drei zuvor wieder
und wieder kurz
sichtbar die
kahle stelle
hinter dem ohr
er muss hier
neu sein
wo immer er
her kam folgte
ihm seine
geschichte

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haiku No. 351

still steht noch die welt
die ich vom fenster sehe
licht fließt langsam ein

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haiku No. 350

nebelgespinste
verschleiern die straßen
licht weist die wege

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angst

un
ablässig
kriecht sie
starr ihr
blick und
kalt
wird es macht
dich frösteln
all die
gedanken schleifen
um den worst
case

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