ein zuhause

es riecht nach
daheim sein in den
vertrauten wendungen
unbekannter geschichten
es raschelt geschäftig
fast wie damals als oma
noch die überraschungen
in packpapier schlug
augenblicklich erfahre
ich die dinge als
lauschte ich im
verborgenen
anlehnen will ich mich
an die festen rücken
und zwischen den seiten
mich wärmen

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textfluss

was

tropft

und

findet
zum rinnsal
sich und holpert
und strudelt über unebenheiten
verlierend ein wenig doch findend
an neuen schätzen und fließt in
die weiten ebenen ruhiger sich verbreiternd in
ruhigen wellen liniert schiffbar nun geworden auge und
geist

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crescendo

draußen
lass den sturm
mit seinem serpent
den generalbass proben
das warme furnier
deiner zargen
vibriert deinen
herzschlag uns
zum takt der
sanftmolligen melodie
zupf du mir meine
saiten streich mich
bis wir uns verlieren
im dur des jubilo

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notenblatt

fünf linien
fein gezogen
dazwischen
schwingend
gleitend
springend
schreitend
schwellend
schwindend
quellend
sich windend
steigend und
fallend
eine welt
fünf linien
das gefäß für
die töne dieses
besonderen
universums

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schau

schau
schau nicht
schau doch
schau doch nicht
schau doch nicht so
als wüsstest du
bereits von allem
schau doch
als wolltest du
entdecken
schau nur
du wirst
sehen

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