dämonen #frapalymo No. 19

tod
der dich die hellen tage
im leben nicht als wohl
denn fühlen lässt
sein
leben bedroht
atmen wie sterben
wiegt

du
ein von not
vor dunkelen gedanken
in den untergang
des lebens fliehend wesen
nacht sieht tod
mit anderen augen
liebt und lässt
dich frei

impuls: „schreibt mithilfe des automatengedichtautomaten ein automatengedicht“.

meine Vorlage war die 15. ghasele aus rumis diwan

alle texte lest ihr hier: #frapalymo 19nov17: ist kein über

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essenz #frapalymo No. 10.1

abend
kein flügel
zu meinen füßen
hemmte der berg
ew’ges licht
die nacht
jedem eingeboren

impuls: „schreibt ein erasure/blackout gedicht zu goethes abendsonne“

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blick #frapalymo No. 10

Betrachtet, wie in AbendsonneGlut

Die grünumgebenen Hütten schimmern!
Sie rückt und weicht, der Tag ist überlebt,
Dort eilt sie hin und fördert neues Leben.
O ! daß kein Flügel mich vom Boden hebt,
Ihr nach und immer nach zu streben!
Ich säh’ im ew’gen Abendstrahl
Die stille Welt zu meinen Füßen,
Entzündet alle Höhn, beruhigt jedes Tal,
Den Silberbach in goldene Ströme fließen.
Nicht hemmte dann den göttergleichen Lauf
Der wilde Berg mit allen seinen Schluchten;
Schon tut das Meer sich mit erwärmten Buchten
Vor den erstaunten Augen auf.
Doch scheint die Göttin endlich wegzusinken;
Allein der neue Trieb erwacht,
Ich eile fort, ihr ew’ges Licht zu trinken,
Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht,
Den Himmel über mir und unter mir die Wellen.
Ein schöner Traum, indessen sie entweicht!
Ach, zu des Geistes Flügeln wird so leicht
Kein körperlicher Flügel sich gesellen.
Doch ist es jedem eingeboren,
Daß sein Gefühl hinauf und vorwärts dringt,
Wenn über uns, im blauen Raum verloren,
Ihr schmetternd Lied die Lerche singt,
Wenn über schroffen Fichtenhöhen
Der Adler ausgebreitet schwebt
Und über Flächen, über Seen
Der Kranich nach der Heimat strebt.

(nach Johann Wolfgang von Goethe)

 

impuls: „schreibt ein erasure/blackout gedicht zu goethes abendsonne“

alle texte lest ihr hier: #frapalymo 10nov17: sacht

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november-baukasten #frapalymo No. 9

der sturm
weit gereist
fegte
grautöne davon
schwarz der einsamkeit
will einen
neuen platz
fremd vertraut
bücke ich mich
– finder –
gebe einigem
strandgut in
meinen gedanken
vielleicht
ein warten auf
neues

impuls: und setzt neu zusammen – aus drei eigenen texten wird ein neuer“

ich habe drei november-gedichte ausgewählt (daher der titel): irgendein grau, senryū No. 94 und im sand.

alle texte lest ihr hier: #frapalymo 9nov17: willkommen

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all diese dinge #frapalymo No. 4

großes
und kleines
mal starr
hart und schroff
abweisendes
verletzendes
unfassbares zuweilen
konturloses fransiges
amorphes ebenso
wie klares
umrissenes unumstößliches
gern auch weiches
biegsames umfassendes
wärmendes
heimat gebendes
schutz und nest
das besonders gern
liebstes

impuls: „doppelimpuls, teil 2: substantive“.

alle texte lest ihr hier: frapalymo 4nov17: dichten

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