angesteckt

wie das grün
versteckt und
in falten gelegt
täglich sich dehnt
täglich sich sehnt
so nach dem licht
wie es weiß
wann es endlich
ist die zeit
dass es befreit
breitet sich weit
ich weiß es nicht

lausche
der knospe
ob ich es hören kann
freue mich
jedes mal
fängt es zu grünen an
hebe die nase
hoch in die lüfte
will nicht verpassen
der blüten düfte

fühle mich leichter
strebe nach licht
in mir der frühling
fühlst du ihn nicht?

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aufbruch

die haut
blättert entlang
ihrer risse die
tief sich gruben
hinein dort
wo der puls das
sein taktet
lösen will ich
sie von mir werfen
wie sommers die
platanen es tun
will wachsen
will treiben
frisches

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ein zuhause

es riecht nach
daheim sein in den
vertrauten wendungen
unbekannter geschichten
es raschelt geschäftig
fast wie damals als oma
noch die überraschungen
in packpapier schlug
augenblicklich erfahre
ich die dinge als
lauschte ich im
verborgenen
anlehnen will ich mich
an die festen rücken
und zwischen den seiten
mich wärmen

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licht

hast du gemerkt | wie es sich
wandelt | farben fließen ein |
greifen räume die grau
überwinterten | sprengen risse
in innenwesen | führen
schneckenhausgedanken
gassi

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textfluss

was

tropft

und

findet
zum rinnsal
sich und holpert
und strudelt über unebenheiten
verlierend ein wenig doch findend
an neuen schätzen und fließt in
die weiten ebenen ruhiger sich verbreiternd in
ruhigen wellen liniert schiffbar nun geworden auge und
geist

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