eiszeit

wie mich heute abend friert
und kein ofen kann mir helfen
wenn der sonnig bunte herbst
einen winter nun gebiert

eine dämmerung von zeiten
die das herz gefrieren lassen
die zermürben tag für tag mich
in den eignen einsamkeiten

erliegen wir den illusionen
scheinbarer gemeinsamkeiten
weckt jedoch die falsche wärme
nur schrecklichere dämonen

© 2017, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

haiku No. 336

welt im herbstmodus
allerlei müdigkeiten
lauern im kunstlicht

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am ende

ausgeleert
einer halb
aufgerollten tube
gleich fühle ich
die kraft die
mir fehlt am
ende des tages
strecke ich
mich ächzend aus
mühsam

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in|ef|fekt

die durch
jeden knochen
kriecht
die kälte
der raue rachen
der die worte
mir verschlägt
die überquellenden
augen die meinen
blick verschleiern
diese eruptionen
von hitze und frost
die mich schwächen
mir den atem nehmen
sind vielleicht
auch nur ein ausdruck
meiner angst

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klage

die abende sind dunkel
das jahr wird langsam alt
da sitze ich nun drinnen
allein, und mir ist kalt

der tee wärmt nur gering mich
es flackert kerzenlicht
das strahlen deiner augen
ersetzt mir beides nicht

und auch genau so wenig
das lasten deiner hand
auf meiner, die darunter
ein sichers obdach fand

als du damals gegangen
nahmst du die wärme fort
kälte schlägt mein Herz nun
und jeden andern ort

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