haiku No. 346

heut nacht verborgen
wacht er doch dort über uns
der beständige mond

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katerzeit #frapalymo No. 11

durch stille
dunkle schluchten
patrouilliert er
im roten pelz
kürzt in
diagonalen unter
schlafenden
blecheseln hindurch
verharrt reglos
der ersten
ratternden bahn
entstolpert geräuschig
ein nachtschwärmer
dessen kater wird
erst noch wach
der rote zieht
im still weiter
irgendwo leuchtet
ein fenster auf

impuls: „doppelimpuls teil 1: 4.22 uhr“

alle texte lest ihr hier: #frapalymo 11nov17: 4.22 uhr

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nachtreim

liebes mondkalb deine bleichen
wangen hellen mir die nacht
fandest wohl nicht deinesgleichen
hast wölkchenschafe mitgebracht

sie grasen in den schwarzen auen
mit sternenblumen übersät
welche verblassen wenn zum blauen
tag die nacht dann übergeht

und dein weg hat dann schon lange
dich aus meinem blick geführt
du kehrst wieder in dem zwange
der dich an die erde schnürt

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haiku No. 345

dunkelheit verbirgt
des tages müdes antlitz
wie auch das meine

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haiku No. 344

in wolkige nacht
gießen die lichter der stadt
milchiges scheinen

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