am ende

ausgeleert
einer halb
aufgerollten tube
gleich fühle ich
die kraft die
mir fehlt am
ende des tages
strecke ich
mich ächzend aus
mühsam

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dem mond

sag
fürchtest du dich?
was hängst du
am dachfirst
wie nachbars junge
sehnsüchtig die
heurigen äpfel
im blick
komm
lass los deinen halt
schwing dich zur höhe
ich will träumend
aufschauen
zu dir

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an einen begleiter

es
ist abend
wieder nahst du
in der dämmerung
(das tust du oft)
immer
ein wenig verändert
blass und schmal
schief und derangiert
zuweilen
groß und strahlend
zu anderer zeit
stets schaust du
auf mich herab
und es gefällt mir
selbst in den
nächten deines
unsichtbaren
seins

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an den mond

wohin
schaust du
abgewandt deine
schmale silhouette
suchst du wohl
auch dieses
einmalige sternen
gleiche leuchten in
der unendlichkeit
unserer welten
wandere nur
weiter kommst
du nicht als
augenblicke
von hier

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traum

er rast
durch die nacht
schlingert
erschüttert
den klammergriff
des schlafes
fordernd kein
absprung möglich
erst am regulären
halt im morgenlicht
entkommt der
passagier
mitgenommen

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