nachtelfchenreigen

wie
der mond
sich bäumt auf
seiner sternblumigen schwarzen nachtweide
schau!

lockt
silbrig lächelnd
in die tiefe
einer welt so fremd
staune!

mit
ihm ziehn
möchte ich einmal
nur auf uns sehen
träume!

© 2018, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

schlaflos

so ruppig tobt der wind ums haus
sehr finster sieht der himmel aus
kein stern ist heut zu sehen
ich zieh die decke mir zum knie
die kerzenflamme flackert. sie
wird nun auch bald vergehen

es geht schon bald auf mitternacht
das sandmännchen hat seine fracht
noch nicht bei mir verloren
so warte auf den schlaf ich noch
und ziehe mir die decke hoch
bis über meine ohren

verlöscht ist längst das kerzenlicht
noch immer traf den schlaf ich nicht
und wälz mich in den kissen
belausch beim toben noch den wind
bis meine augen müde sind
und sich ganz einfach schließen …

© 2018, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

haiku No. 368

ein halber taler
der silbrig schimmernde mond
die nacht ist knausrig

© 2018, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

jojo-effekt

im baum, noch tief
hängt etwas schief
der mond, so schmal
vor jeder nacht
ist er bedacht
auf abendmahl

so wird er rund
glänzt silbern und
grinst breit vor glück
zwei wochen wonn
dann sagt die sonn
er würde dick

die waage streikt
der spiegel zeigt
der bund sitzt knapp!
da seufzt er schwer:
kein essen mehr
ich nehme ab!

© 2018, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

mond

silbern rund
im schwarz
der nacht
still lenkend
die gezeiten
in meiner börse
ständig ebbe
ich denk dich
als taler und
lass dich drin
wohnen

© 2018, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.