übergang

und schon
war die nacht
hereingebrochen
über unser sein
zeichen setzend
für enden und
anfänge

häng
den mond auf!
ich möchte
schaukeln

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haiku No. 357

abendstill das schwarz
im verborgenen flüstert
nur das universum

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bilanz

als der tag
an die klippen
der ruhe schlug
sprangen wir
trotzten den
strudelnden
wellen ließen
uns ziehen
gründe suchen
und ermattet
des abends
spülsaum tasten
wir ab nach den
zeichen unseres
ringens
einen kiesel eine
muschelschale nur
für die taschen

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abendreim

der himmel dicht und dunkel
kein stern ist dort zu sehen
will ich zu bett dann gehen
vermiss ich das gefunkel

stumm wanken draußen bäume
die wolkendecke schluckt
den mond auch, der nicht guckt
doch wer bestrahlt die träume?

es bleibt wohl ungemütlich
und dunkel diese nacht
wenn ihr das licht ausmacht
sei alles still und friedlich

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so wars

der mond sah so verschwommen aus
ich hab gestutzt
die brille mit nem tuch gleich aus
papier geputzt

doch blieb es beim undeutlich sein
an mir lags nicht!
der mond entschied: zum abendschein
diffuses licht

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