auf den weg

august, schmollst du mir
wirfst mit wassertropfen
weil ich dich unstet schalt
scheinst ein bruder des april

wirfst mit wassertropfen
rollst kühlen teppich aus
scheinst ein bruder des April
gehst mit viel theater

rollst kühlen teppich aus
bringst frische farben mit
gehst mit viel theater
kündigst den herbst nun an

bringst frische farben mit
weil ich dich unstet schalt?
kündigst den herbst nun an
schmoll mir nicht, august

© 2017, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

verwunderung

so zeitig schon dunkelts
ich schaue verwundert
zeigt doch mein kalender
es ist eben August

ich schaue verwundert
war das schon der sommer?
es ist eben August
und ich denk an november

war das schon der sommer?
als die sonne uns wärmte…
und ich denk an november
ziehe höher die decke

als die sonne uns wärmte
es ist eben august!
ziehe höher die decke
und so zeitig schon dunkelts

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suche

ich hätte gern gefunden
meinen platz in der welt
ich wäre gern verbunden
gäbs da was das mich hält

meinen platz in der welt
wie ersehn ich den fund
gäbs da was das mich hält
könnt ich ankern im grund

wie ersehn ich den fund
endlich sein, endlich sinn!
könnt ich ankern im grund
in dem wissen, ich bin

endlich sein, endlich sinn…
ich wäre gern verbunden
dieses wissen,ich bin
ich hätt es gern gefunden

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poem [antriebsgemindert]

juni. ich fühl novemberzeiten
allein den sommer fühl ich nicht
gleichwohl dies an der hitze leiden
gleichwohl mich blendet hell das licht

allein den sommer fühl ich nicht
die müdigkeit hält mich ganz fest
gleichwohl mich blendet hell das licht
mich nichts den bau verlassen lässt

die müdigkeit hält mich ganz fest
gar nichts ermuntert mich zum tun
mich nichts den bau verlassen lässt
kann schlecht nur schlafen, will doch ruhn

gar nichts ermuntert mich zum tun
so schwer wie blei gibt sich mein leib
kann schlecht nur schlafen, will doch ruhn
will mich verändern. doch ich bleib

so schwer wie blei gibt sich mein leib
gleichwohl dies an der hitze leiden
will mich verändern. doch ich bleib
juni. ich fühl novemberzeiten

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vom tag

heute war der wind schon lau
die ersten amseln sangen
himmel trug sein tiefes blau
ich bin beschwingt gegangen

die ersten amseln sangen
in knospen träumte das grün
ich bin beschwingt gegangen
blinzelte zur sonne hin

in knospen sann das grün
über wogende blättermeere
blinzelte zur sonne hin
dass sich das wachstum mehre

über wogende blättermeere
himmel trug sein tiefes blau
dass sich das wachstum mehre
heute war der wind schon lau

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