novemberregen #frapalymo No. 21.1

der himmel fällt mir auf den kopf
in kalten feinen regenfäden
hände suchen nach taschenwärme
die feuchtigkeit krallt in den körper

in kalten feinen regenfäden
erwachsen pfützen an den wegen
die feuchtigkeit krallt in den körper
kein spatz findet sich ein zum bade

erwachsen pfützen an den wegen
bald wird das nass vom frost erblinden
kein spatz findet sich ein zum bade
ein gummistiefelchen nur platscht

bald wird das nass vom frost erblinden
hände suchen nach taschenwärme
ein gummistiefelchen nur platscht
der himmel fällt mir auf den kopf

impuls: „schreibt ein pantun“.

alle texte lest ihr hier: #frapalymo 21nov17: kein ton keine wahrheit

© 2017, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

klage #frapalymo No. 21

ach, so launisch sind die tage
sturm und kälte bringt die zeit
die sicht voraus ertrinkt im vage
und kein lichtblick weit und breit

sturm und kälte bringt die zeit
nein, feste mauern schützen nicht
und kein lichtblick weit und breit
wenn es am herzfeuer gebricht

nein, feste mauern schützen nicht
wenn der mensch ein wolf dem nächsten
wenn es am herzfeuer gebricht
erfriern die stillesten und schwächsten

wenn der mensch ein wolf dem nächsten
die sicht voraus ertrinkt im vage
erfriern die stillesten und schwächsten
ach, so launisch sind die tage

impuls: „schreibt ein pantun“.

alle texte lest ihr hier: #frapalymo 21nov17: kein ton keine wahrheit

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elegie #frapalymo No. 1

ich zähle die regentropfen an den zweigen
und ich erinnere noch einmal wie es war
du warst so ernst und wolltest nicht mehr bleiben
ich schwieg, denn du sprachst so unglaublich klar

und ich erinnere noch einmal wie es war
ich ahnte nicht was zwischen uns nun stand
ich schwieg, denn du sprachst so unglaublich klar
dass meine eignen worte ich nicht fand

ich ahnte nicht was zwischen uns nun stand
wir lebten lang schon in sprachlosigkeit
dass meine eignen worte ich nicht fand
wir haben uns verloren mit der zeit

wir lebten lang schon in sprachlosigkeit
du warst so ernst und wolltest nicht mehr bleiben
wir haben uns verloren mit der zeit
ich zähle die regentropfen an den zweigen

impuls: „ich zähle die regentropfen an den zweigen“ nach Hilde Domin:„abzählen der regenbogenschnur“

alle texte lest ihr hier: #frapalymo 1nov17: zahlenspiel

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sonnenblume

sie schaut von oben nun herab
schwer wiegen ihre vielen kinder
die sonne braucht sie fast nicht mehr
der lang sie jeden tag gefolgt

schwer wiegen ihre vielen kinder
noch trägt sie sie in ihrem haupt
das lange jeden Tag gefolgt
der sonne die nun tiefer reist

noch trägt sie sie in ihrem haupt
die schwarzen glänzenden gebilde
der sonne die nun tiefer reist
sie tragen deren energie

die schwarzen glänzenden gebilde
sie werden mich im winter freun
wenn ihre sonnenenergie
die vögel an mein fenster lockt

sie werden mich im winter freun
die sonne braucht sie fast nicht mehr
lockt bald die vögel an mein fenster
und darf herab auf mich nun schaun

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auf den weg

august, schmollst du mir
wirfst mit wassertropfen
weil ich dich unstet schalt
scheinst ein bruder des april

wirfst mit wassertropfen
rollst kühlen teppich aus
scheinst ein bruder des April
gehst mit viel theater

rollst kühlen teppich aus
bringst frische farben mit
gehst mit viel theater
kündigst den herbst nun an

bringst frische farben mit
weil ich dich unstet schalt?
kündigst den herbst nun an
schmoll mir nicht, august

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