erster schnee

aus allen wolken fiel der schnee
er ließ die flocken fliegen
und tanzte hoffnungsvoll der schwarm
er hielt sich nicht, noch ists zu warm
ganz kurz nur blieb er liegen

der himmel hellte gar nicht auf
trug grau in allen tönen
der weißen pracht trägt er noch viel
und wenn es kälter werden will
wird weiß die welt er tönen

© 2018, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

saumseliges

als sie flink den mantel säumt
lässt sie gedanken wandern, träumt
eh sies bemerkt, versäumt sie sich
nun trennt sie mühsam stich für stich
womit sie mächtig zeit versäumt

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zur nacht

der tag ging, und der mond macht halbe sachen
ein scherenschnitt die linde vor dem haus
im hof gespräche, ab und zu ein lachen
die laue nacht lädt ein sie zu durchwachen
doch bald schon gehn die letzten lichter aus

durchs dunkel kommt längst morpheus in die räume
er schenkt den müden schwere für die nacht
verteilt noch allerlei verschiedne träume
streift leis beim abschied raschelnd durch die bäume
dann fällt uns letztlich doch des schlafes macht

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noch nicht mal august

die linden stehen ganz verlassen
die samen hat der wind verweht
braungedörrt ist alles gras
fast will es mr scheinen, dass
der sommer heuer schneller geht

mit ihren stechendheißen strahlen
brennt die sonne alles leben
das wasser löst sich in den lüften
wo risse nun den teichgrund klüften
hier kann es keine kühlung geben

die schattenplätze werden knapper
die welt versammelt unter bäumen
unter dem grünen blätterdach
denk ich über den sommer nach
und will von lauen nächten träumen

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