Haiku No. 383

trug harte züge
dieser kalte graue tag
spielt sommerpause

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gedanke beim betrachten eines notenblatts

diese kleinigkeit
die aus dem durklang moll macht
sie hängt dem ton an
so ist es meist winziges
das die stimmung wandeln kann

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danach

es
ist wieder
still
die letzten töne
nisten in
den köpfen des
publikums das
längst den saal
schon verließ
und nun?
nun probe ich
den freien fall
heimwärts

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stadtspaziergang

hitze
hängt in den häuserschluchten
und die
stadt quält sich durch den tag
ständig
dröhnen unablässig autos vorbei
so als
ob sie was wichtiges suchten

und ich
geh durch die nebengassen
und ich
schau durch geöffnete tore
ich find
ruhe und blumen und kinderspiel
anders
als an den geschäftigen straßen

es gibt
orte da mag ich verweilen
dort wo
menschen sich menschen sein lassen
weg von
toten betonstarren bändern
um vorbei
nicht am leben nur zu eilen

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ende

zwischen
deinen worten
lauert etwas das
sie zweifeln lässt
an deinem lächeln
deine augen füllen
den moment mit
abwesenheit
deine hand kann
schon lang nicht
mehr schüzen vor
dem zerbrechen
du bist längst
gegangen

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