dem mond

sag
fürchtest du dich?
was hängst du
am dachfirst
wie nachbars junge
sehnsüchtig die
heurigen äpfel
im blick
komm
lass los deinen halt
schwing dich zur höhe
ich will träumend
aufschauen
zu dir

© 2017, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

sonnenblume

sie schaut von oben nun herab
schwer wiegen ihre vielen kinder
die sonne braucht sie fast nicht mehr
der lang sie jeden tag gefolgt

schwer wiegen ihre vielen kinder
noch trägt sie sie in ihrem haupt
das lange jeden Tag gefolgt
der sonne die nun tiefer reist

noch trägt sie sie in ihrem haupt
die schwarzen glänzenden gebilde
der sonne die nun tiefer reist
sie tragen deren energie

die schwarzen glänzenden gebilde
sie werden mich im winter freun
wenn ihre sonnenenergie
die vögel an mein fenster lockt

sie werden mich im winter freun
die sonne braucht sie fast nicht mehr
lockt bald die vögel an mein fenster
und darf herab auf mich nun schaun

© 2017, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

neuer abschnitt

der september ist noch frisch
er hat sich eingeschichen
zuvor schied mit tamtam august
er ist nicht gern gewichen

er färbte früchte, laubwerk auch
warf sonne und auch regen
er lebte stürmisch und verschwand
september trat verlegen

(so schien es mir) sein amt nun an
behutsam kühl und leise
ich hoffe sehr, dass er so bleibt
ein künstler, leicht und weise

wenn ihm die sonne assistiert
wenn er die welt in herbst verhüllt
bleibt wärme in erinnerung
orange, gelb und braun gefüllt

© 2017, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

auf den weg

august, schmollst du mir
wirfst mit wassertropfen
weil ich dich unstet schalt
scheinst ein bruder des april

wirfst mit wassertropfen
rollst kühlen teppich aus
scheinst ein bruder des April
gehst mit viel theater

rollst kühlen teppich aus
bringst frische farben mit
gehst mit viel theater
kündigst den herbst nun an

bringst frische farben mit
weil ich dich unstet schalt?
kündigst den herbst nun an
schmoll mir nicht, august

© 2017, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

an einen begleiter

es
ist abend
wieder nahst du
in der dämmerung
(das tust du oft)
immer
ein wenig verändert
blass und schmal
schief und derangiert
zuweilen
groß und strahlend
zu anderer zeit
stets schaust du
auf mich herab
und es gefällt mir
selbst in den
nächten deines
unsichtbaren
seins

© 2017, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.