ende

zwischen
deinen worten
lauert etwas das
sie zweifeln lässt
an deinem lächeln
deine augen füllen
den moment mit
abwesenheit
deine hand kann
schon lang nicht
mehr schüzen vor
dem zerbrechen
du bist längst
gegangen

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kurzer abriss

irgendwann
verschwanden wir
in den alltäglichkeiten
und
jeder lief
für sich allein
trügerisch
der ankerpunkt
des vermeintlich gemeinsamen
hielt
nicht lang
den leckenden kahn
es
war zeit
für den absprung

und ich ging

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armada

am rand der klippe
der grenze des festen
wirft sich der augen
blick in die weite
sehnsuchend die ferne
da! weißes tuch
tüpfelt die bläue
windbewegt vorwärts
strebend die hellen
flächen geblähte
großsegel neben den
kleinen die an
der rah man findet
klüver und besan
unbeirrt streben sie
ihrem ziel entgegen
vorbei an der klippe
immer neue drängen
ich schaute es gern
stunden lang
meine klippe ist mein
stadtfenstersims mit
himmelsblick

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wiedersehen

für mahmoud

ein blick
auf dem weg
beiläufig ohne
jedes ziel
trifft auf etwas
das bekannt
zu sein scheint
ein zweiter blick
dem ersten schon
gerichtet folgend
weckt das erkennen
staunen überraschen
und die freude dass
der kreis sich
schließt

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uferkarst

im gestein
restliches
hohle tümpel
sonnenbefeuert
bergen muscheln
und winzige fische
gelegentlich
eine welle bringt
mit frischem wasser
rollende kiesel
und manchmal ein
neues leben
gäbe es diese
wellen nicht
wären die tümpel
längst ausgebrannt

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