status quo

ich
träfe dich gern
noch einmal
bezöge deinen blick
zu wohnen darinnen
ließe mich berühren
lang bevor ich
meine hand in
deine legte
wenn ich nur nichs
vom schmerz der
unmöglichkeit
spürte vom
letzten mal
noch immer

© 2019, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

moment

manchmal
ist da noch
dieses bild
von dir
vergilbt
über die jahre
verblasst und
doch ein starkes
erinnern an
ein fühlen
und wenn die
neugier wächst
wer du wohl
heute bist
belasse ich es
beim erinnern

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parallelen

unentschlossen
dieser abend
weiß nichts von
plänen von träumen
zieht heran
mit lauer hand
dunkle schwere
ausbreitend den
blick verfremdet
ermüdet ankerlos
vorüber zieht
bald schon nur noch
erinnerung
vielleicht
so wie du
damals

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stiller wunsch

rühre mich
dass du bist
dass ich sein kann
einfach
rühre mich an
dass ich spüre
dass du fühlst
gemeinsam
berühre mich
dass ich weiß
dass du meinst
uns

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vom verschwinden

es
löst sich auf
mein erinnern
an unsere tage
verblasst
was bleibt
sind krumen in
den taschen
alter jacken

du löst
dich auf in
berührungsfetzen
bröckelnde augenblicke
stolpernde silben
falsch erinnerter
bedeutungen
schmerzend
zuweilen

auch ich
verblasse
siehst du?
ich löse
mich auf in
wesenden ideen
erfroren auf
den feldern der
trostlosigkeit

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