status quo

ein
langer marsch
durch die tage
gespickt mit
losem geröll
abbruchkanten
längen und
den unklarheiten
die einer fehlenden
karte geschuldet
an den grenzen
der eigenen kraft
immer die hoffnung
das vage ziel
zu erreichen

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beschreibung

und manchmal hat der schlaf schon längst begonnen
wenn man noch gar nicht sich zu bett begab
die müdigkeit zieht ständig uns hinab
die leichtigkeit zu zähem leim geronnen

schlafwandelnd zieht man dann durch seine tage
und kommt am ende irgendwie auch an
doch wollte man das wie erkunden, man
bekäm ganz sicher keine antwort auf die frage

und so vergeht die zeit, nicht wahrgenommen
wie auch? alles erstickt im täglich grauen brei
erschöpfung bremst das vorwärts schwer wie blei
was treibt, ist hoffnung alldem zu entkommen

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kurze episode

am morgen lag
weiße stille
auf allem
die eisige nacht
hatte sie verstreut
als könnte sie
die kälte
so mildern
die angst und
den lärm
der tag kam
und mittags schon
war die welt
die alte

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kälteeinbruch

kalt
ist es geworden
mitten ins
beginnende blühen
brach eisiger wind
deutlich leerer
waren heut die wege
sparsamer die blicke
hinter sorgenvollen
stirnen hoffnung
auf wärme
kalt
ist es geworden
und die da mit
erloschenen feuern
leben rettet auch
wärme nicht

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kontrast

gefangen
in grauen
schwer lastenden gedanken
und draußen blüht längst
leichtigkeit

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