ein zuhause

es riecht nach
daheim sein in den
vertrauten wendungen
unbekannter geschichten
es raschelt geschäftig
fast wie damals als oma
noch die überraschungen
in packpapier schlug
augenblicklich erfahre
ich die dinge als
lauschte ich im
verborgenen
anlehnen will ich mich
an die festen rücken
und zwischen den seiten
mich wärmen

© 2019, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

mohnstrauß

windet sich
grün und schlank
mit feinen
silberhärchen
windet sich
empor an zweigen
aus kirschknospen
und eukalyptusduft
winden sich empor
wie schlagen im
zweiggewirr in
ihren köpfen die
pastellenen blätter
gefaltet noch
bereit zur
explosion

 

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traum

näher
am himmel
wo nur noch
flechten den
fels umhüllen
dort also
wo des tages
geschäftigkeit
weit unter uns
in den tälern
verrinnt
den mond
einatmen und
den sternenstaub

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verwandlung

als
endlich wieder
einer sprach
mit ihr in
gedanken die
auch sie berührten
in dem was ihr
wichtig schien
der sie wahr
nahm mit allen
ihren sinnen
kehrte ihr
leuchten zurück in
ihr lachen

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frostklar

in dieser stunde
am saum des
wäldchens hoch
über dem nest
der dorfhäuser
weit genug entfent
vom schein
verlängerter tage
nach oben sehen
still staunend
später folgen wir
der spur unseres
atems nach haus

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