unmerklich

tage
erschütternd ruhig
keiner der ein
müssen ausruft
die uhr taktet
die zeit umsonst
der genuss lungert
still wartend herum
unmerklich fuhr
der zug los
immer hinab hinab
immer weiter
und draußen
im vorbeiziehen
verschwimmen
die träume

© 2018, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

dort

es muss doch
wohl diesen einen
winkel geben
nur uns zu eigen
um die blicke
zu lenken von
dir von mir
zu diesem weit
entfernten stern
dem nachzuspüren
in den nachthimmel
wir träumen jeder
an seinem ort
dort triff
mich

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selektiv

lippenlinien
zahnreihen
das spaltmaß
des zwischenraumes
und dieses geformte
luftzuggeräusch
das langweilen kann
interesse wecken
warmumsorgen
verletzen auch
oft gehen mir die
gesichter verloren
herzwärme in worten
hilft beim
erinnern

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gewiss

dir nachschauen
wenn du gehst
über die wange
streichen wo
du sie berührt
dir nachsehen
dass du lebst
auch ohne mich
so wie auch ich
ganz ohne dich
dir nachlächeln
du kehrst ja
gewiss wieder
zusammen sind
wir

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wunsch

lass
uns nicht
die schritte zählen
unseres weges
wir verpassen doch
sonst nur die
augenblicke

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