am ende

ausgeleert
einer halb
aufgerollten tube
gleich fühle ich
die kraft die
mir fehlt am
ende des tages
strecke ich
mich ächzend aus
mühsam

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in|ef|fekt

die durch
jeden knochen
kriecht
die kälte
der raue rachen
der die worte
mir verschlägt
die überquellenden
augen die meinen
blick verschleiern
diese eruptionen
von hitze und frost
die mich schwächen
mir den atem nehmen
sind vielleicht
auch nur ein ausdruck
meiner angst

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klage

die abende sind dunkel
das jahr wird langsam alt
da sitze ich nun drinnen
allein, und mir ist kalt

der tee wärmt nur gering mich
es flackert kerzenlicht
das strahlen deiner augen
ersetzt mir beides nicht

und auch genau so wenig
das lasten deiner hand
auf meiner, die darunter
ein sichers obdach fand

als du damals gegangen
nahmst du die wärme fort
kälte schlägt mein Herz nun
und jeden andern ort

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katalog

deine hand
brauche ich
mich zu halten
deine augen
mich zu sehen
deine worte
uns zu denken
deine haut
für ein warmes
nest

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schauspiel

aus
der alltäglichen
hülle geschlüpft
in eine andere
verpackung aus
stoff worten
tönen und licht
sich den möglichkeiten
einer anderen
haltung versichern
sich fühlen darin
sich verhalten
um dann
zurückverwandelt
ins alltägliche
nicht mehr der
selbe zu
sein

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