endgültig

du tautest
aus mir heraus
wie ein schneerand
der lang sich noch
hielt ende märz
im schatten schier ewig
gewachsener gewissheiten
tröpfeltest stetig
in die fließende zeit
schwandest fühlbar
verschwandest bis du
mir ganz entschwunden
warst

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kleines lied von einem unliebsamen gast

lauf nase lauf
ein schnupfen zog herauf
hinter der stirn
ein dumpfer druck
lauf nase lauf

nies köpfchen nies
wie geht es dir doch mies
wie es kribbelt und
der hals kratzt auch
nies köpfchen nies

trän auge trän
der schnupfen wird bald gehn
doch vorher leide
noch recht arg
trän auge trän

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ein elfchen

in
mir alle
gegenden des universums
wohin soll deine reise
gehen?

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vom herbstwind

die welt wurde
gestreift vom wind
es klingt schon anders
als noch im august
als alles an wogendes
ried mich gemahnte
an schwarzerlenlaub
dessen schatten auf
warmer haut tanzten
die welt wurde
gestreift vom wind
der trocken klingt
im gilbenden laub der eschen
der ungestüm den himmel
in ständig neuem grau verhängt
der herben feuchten
herbstduft trägt
nach ocker, umbra und orange
der wind streifte
die welt türen öffnend
nach innen

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träumerei

miss meine seiten
mit deinem blick
lass deine hand sich
über mir ausbreiten

an allen orten
berühre mich fest
knüpf einen halt mir
mit deinen Worten

ich will dich betten
tief in gedanken
verbinden im ganzen
und im kleinen mich retten

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