pantun [von nähe]

so halte ein, beweg dich nicht
lass deine hand auf meinem arm
du erdest und beruhigst mich
bringst sanftheit mir und hältst mich warm

lass deine hand auf meinem arm
ich schließ die augen im moment
bringst sanftheit mir und hältst mich warm
da alles ungemach verbrennt

ich schließ die augen im moment
gern dehnte ich den augenblick
da alles ungemach verbrennt
bleibt doch ein kleines glück
zurück

gern dehnte ich den augenblick
du erdest und beruhigst mich
bleibt doch ein kleines glück
zurück
so halte ein, beweg dich nicht

© 2018, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

ein weg

in kriechgang
die zeitwüste durchmessen
der alltägliche sand
körnt zwischen allen
bewegungen bremst
auch den griff nach
der oase die nie
näher zu kommen scheint
und im grellen flirren
des tagwerks schließlich
doch zerfließt

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versuch

weich und kühl
trifft er meine haut
legt seinen feinen staub
feuchtnebelnd auf
meine hände die
den um sich selbst
tanzenden klumpen
begrenzend in eine form
zu zwingen suchen
übermütig sich windend
winzige abweichungen
nutzend der symmetrie
zu entgehen und der
glätte der idealen form
tonschlammpatinierte
hände ruhen ineinander
dieweil der blick die
schönheit im unperfekten
entdeckt

auflösung

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unmerklich

tage
erschütternd ruhig
keiner der ein
müssen ausruft
die uhr taktet
die zeit umsonst
der genuss lungert
still wartend herum
unmerklich fuhr
der zug los
immer hinab hinab
immer weiter
und draußen
im vorbeiziehen
verschwimmen
die träume

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dort

es muss doch
wohl diesen einen
winkel geben
nur uns zu eigen
um die blicke
zu lenken von
dir von mir
zu diesem weit
entfernten stern
dem nachzuspüren
in den nachthimmel
wir träumen jeder
an seinem ort
dort triff
mich

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