haiku No. 346

heut nacht verborgen
wacht er doch dort über uns
der beständige mond

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vorlesen #frapalymo No. 15

grau hat alles überzogen
zäh wie honig tropft die zeit
kälte spannt den großen bogen
von dunkelheit zu dunkelheit
in den stuben sitzt man wieder
in kunstlichtgeschenkten stunden
holt hervor die alten bücher
die von sagenhaftem kunden
von den knaben die aus liebe
schwere prüfungen bestehen
und den drachen doch besiegen
märchen die stets gut ausgehen

und die hellen kinderaugen
hängen gebannt an lesers mund
geheime welten zwischen seiten
die zu trost und träumen taugen

impuls: „medientransfer musik: schreibt ein gedicht zu diesem stück“. mit dank an @reticulum

alle texte lest ihr hier: #frapalymo 15nov17: es war einmal ein kind

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nachtreim

liebes mondkalb deine bleichen
wangen hellen mir die nacht
fandest wohl nicht deinesgleichen
hast wölkchenschafe mitgebracht

sie grasen in den schwarzen auen
mit sternenblumen übersät
welche verblassen wenn zum blauen
tag die nacht dann übergeht

und dein weg hat dann schon lange
dich aus meinem blick geführt
du kehrst wieder in dem zwange
der dich an die erde schnürt

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haiku No. 345

dunkelheit verbirgt
des tages müdes antlitz
wie auch das meine

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resümee

jetzt
wieder diese tage
die so schwer lasten
die grau wölken
die frostig umfassen
die mich vermissen lassen
wärme
nähe
liebe
leichtigkeit
jetzt resümieren
es ist doch
aller tage
abend

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