klage

Ach bittrer Winter, wie bist du kalt.
Du hast entlaubet den grünen Wald.
Du hast verblüht die Blümlein auf der Heiden. (Volksweise)

kalt bist du
und dunkel oft auch
die tage kriechen
so zäh dahin
ich merke wie
das licht mir fehlt
die schwere weicht mir
nicht aus dem sinn

wo ist der schnee
der doch die tage
mit seinem glitzer
weiß erhellt?
wo ist der frost
der aus graukalten nebeln
schafft eine raureif
verzauberte welt?

der schlitten aus
den kindertagen
langweit sich im keller
schon lange zeit
unsere urenkel
werden bald fragen
wieso wir am winter uns
einst so erfreut

© 2018, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

haiku No. 351

still steht noch die welt
die ich vom fenster sehe
licht fließt langsam ein

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vermutung

irgend
wo muss
ein leck sein
irgend
wo verläuft
die kraft
tropfend im
nichts
füttert vielleicht
dunkle gedanken
energie raubende
irgend
wo entsteht
die große
leere die wie
ein ende
scheint

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haiku No. 350

nebelgespinste
verschleiern die straßen
licht weist die wege

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angst

un
ablässig
kriecht sie
starr ihr
blick und
kalt
wird es macht
dich frösteln
all die
gedanken schleifen
um den worst
case

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