haiku No. 361

im üppigen grün
kitzelt sonne rot aus blass
und wie es mir schmeckt!

© 2018, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

papaver rhoeas oder von der farbe

zartes rot
zu orange neigend
mischt sich ins
gelb der gerstenfelder
welche die ebene
übergießen
zarte wesen
schimmernd besonnte
balanceure auf
rauen stengeldrähten
die gern zu
tiefrotem strahlen
zusammenstehen

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frühsommer

jetzt
sind diese tage
lodernden ginsters
an den bahndämmen
die tage
glühender mohnblüten
in blühender gerste
dort wo kühlblaue
kornblumenköpfe
die margariten vor
dem entzünden schützen
diese tage sind
jetzt

in mir
ein glutnest
bereit für ein
aufflammen
jetzt

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samstag, acht uhr

still noch
die straßen
im grau über
dem hof
mauerseglerübungen
wind neckt grün
hinter den
mauern beschäftigung
mit sich selbst
unentschieden

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ruba’i zur nacht

der tag ward nacht, es ist soweit
nun kommt der sterne stille zeit
gedanken an dein fernes sein
fluten mich nun mit zärtlichkeit

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