nachtelfchenreigen

wie
der mond
sich bäumt auf
seiner sternblumigen schwarzen nachtweide
schau!

lockt
silbrig lächelnd
in die tiefe
einer welt so fremd
staune!

mit
ihm ziehn
möchte ich einmal
nur auf uns sehen
träume!

© 2018, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

ja aber

doch
es war
ein schöner tag
der himmel klar
die sonne schien
allein ihr fehlt
im licht das warme
dieses feurige gelb
das an wärmendes
flammen erinnert
so erleuchtet sie
am boden das sattgelb
gefallener blätter
verzehrt es bald zu
grauem braun

© 2018, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

was unter “vermischtes” steht #frapalymo No. 16

man sprach von diesem lande fern
wo die prinzessin ganz modern
wollt nicht wie oma socken stricken
sie ging viel lieber fußball kicken

sie tats nicht schlecht. sie spielte toll
der könig sah mit etwas groll
es wollte doch sein töchterlein
mitglied der landesmannschaft sein

und spielen die weltmeisterschaft
(falls denn ihr team die quali schafft)
und sollten sie den pott gewinnen
hätte ihr land zwei königinnen

so träumte sie, trainierte hart
daheim jedoch erschien sie zart
war gern mal zickig zu den netten
zu lesen wars in den gazetten

sie aß gewählt, hielt sich gesund
am besten salat, dennoch bunt
der kleine süße satansbraten
aß jedoch niemals tomaten

das stank der mutter königin
sie stellte immer welche hin
das kind doch noch zu überzeugen
und sich dem hofdiktat zu beugen

und die prinzessin sah nicht ein
dass sie sollt doch gezwungen sein
nahm die tomaten, die ihr graus
und kickte sie zum fenster raus

impuls: „schreibt ein gedicht, in dem die wörter prinzessin, tomatensalat und kicken vorkommen“
(von dagmar aka @traumspruch)

alle texte lest ihr hier: #frapalymo 16nov18: das spiel

© 2018, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

haiku No. 371

kalt schneidet die luft
erinnerung an den sommer
verflog blätternd gelb

© 2018, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

geschichte #frapalymo No. 15

wie gut sie sich verstanden
waren der hoffnung voll
sie liebten sich wie toll
und kamen rasch abhanden
der ganz realen welt
ihr blick war zugestellt
von tausend liebesbanden
sie merkten irgendwann
so eng zusammen kann
die liebe schnell versanden
als alltag eingezogen
das prickeln längst verflogen
so kamen sie abhanden
einander schließlich auch
liebe wurd schall und rauch
bis gänzlich sie verschwanden

impuls: „dichtet zur musik

alle texte lest ihr hier:

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