auf den weg

august, schmollst du mir
wirfst mit wassertropfen
weil ich dich unstet schalt
scheinst ein bruder des april

wirfst mit wassertropfen
rollst kühlen teppich aus
scheinst ein bruder des April
gehst mit viel theater

rollst kühlen teppich aus
bringst frische farben mit
gehst mit viel theater
kündigst den herbst nun an

bringst frische farben mit
weil ich dich unstet schalt?
kündigst den herbst nun an
schmoll mir nicht, august

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an einen begleiter

es
ist abend
wieder nahst du
in der dämmerung
(das tust du oft)
immer
ein wenig verändert
blass und schmal
schief und derangiert
zuweilen
groß und strahlend
zu anderer zeit
stets schaust du
auf mich herab
und es gefällt mir
selbst in den
nächten deines
unsichtbaren
seins

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haiku No. 334

ein erstes klacken
am weg rollt früh schon der herbst
im kastaniensamt

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an den mond

wohin
schaust du
abgewandt deine
schmale silhouette
suchst du wohl
auch dieses
einmalige sternen
gleiche leuchten in
der unendlichkeit
unserer welten
wandere nur
weiter kommst
du nicht als
augenblicke
von hier

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verwunderung

so zeitig schon dunkelts
ich schaue verwundert
zeigt doch mein kalender
es ist eben August

ich schaue verwundert
war das schon der sommer?
es ist eben August
und ich denk an november

war das schon der sommer?
als die sonne uns wärmte…
und ich denk an november
ziehe höher die decke

als die sonne uns wärmte
es ist eben august!
ziehe höher die decke
und so zeitig schon dunkelts

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