berichte von einsamkeit

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nein
er brauchte das
licht der lampe nicht
es schlug so zu
scharfe schatten
so saß er nur
ein wenig weggerückt
hinter dem fenster
ins dunkelnde dömmerlicht
sah den weg zur straße
den sein sohn damals ging
voll zuversicht sein
lächeln als er sich zum
letzten winken wandte
sah den weg wie
jeden abend seit
der brief kam mit
salbungsvoll verbrämtem
hohlsprech jenen tod
ihm zu verkünden
den nie zulassen wollte
im schmerz verlassen
zu sein
irgendwie blieb er
selbst am leben
eine qualvolle
ewigkeit lang
irgendwie übrig
eingeschlossen im
dämmern seiner gram
sein leben hatte
damals aufgehört
und alt geworden
kraftlos und müde
war er seiner
bloßen existenz
überdrüssig
und er wollte
nur sitzen
im dämmern
und einfach nur
darauf warten
dass alles
alles endlich
nur zu ende
ginge

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