abendliches pantun

dem himmel wächst ein mond
an umfang nimmt er zu
der silberglanz der nacht
gefährte mir im traum

an umfang nimmt er zu
er rundet sich zum taler
gefährte mir im traum
sein lächeln freundlich mild

er rundet sich zum taler
der sterne stiller hüter
sein lächeln freundlich mild
ich schaue gern hinauf

der sterne stiller hüter
der silberglanz der nacht
ich schaue gern hinauf
dem himmel wächst ein mond

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eloge (etwas eingetrübt)

du
bist die hand
die sanft mich neckt
du
bist das wort
das mich berührt
du
bist der hauch
der mich erschreckt
du
bist der schutz
der mich bedeckt
du
bist der stein
der mir im weg
du
bist der plan
der mir oft fehlt
du
bist die haut
die mich verbrennt
du
bist der blick
der mich erkennt
du
bist die luft
die sättigt mich
du
bist mir friede
mut und licht
du
bist mir vieles
was ich brauch
und
bist du trug –
es gibt dich nicht

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ausbruch der tulpen

entlang
der gärten
ein gräsersaum
aus dem sich
blüten bunt erheben
abgeordnet wohl
von jenen die
noch immer brav
jenseits der zäune
in den beeten stehn
was sie wohl einst
zum ausbruch brachte
ins wilde wiesenreich
sie schwingen nur
mit den gräsern
im kalten wind

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vermutung

am teich
die trauerweide
stupst hundertfach
den wässrigen spiegel
der eitelkeit
hat sie wohl
abgeschworen

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ein fazit (nur eines)

sonne
warme haut
die netzhaut belichtet
die seele wie eine
platzende knospe
grünender gedanken
entfaltend sich
im tag

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