nachtwach

das dunkel
für den blick
undurchdringlich
wie der schwarze tann
aus den märchen
der kindheit
hocken im ungewiss
wünschend sich an
hundert andere orte
still erstarrt
lauschend einzig dem
unheimlichen knacken
schleichender gedanken
im unterholz

© 2020, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

aufräumen

lass uns
die gefühle
schön auf kante
zusammenlegen
in den alten
pappkoffer vom
speicher einmotten
bevor sie völlig
den glanz verlieren
so ganz ungelebt
für ein später das
unseres vielleicht
nicht sein wird

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am ende [wochenrückblick]

immer von vorn
chaos ordnen
hoffen
kraft spenden
abwarten
nachbessern
nicht verzweifeln
neu bewerten
ignorieren
canceln
hoffen – noch immer
tragen – nicht nur das eigene
mahnen
erklären
hoffen, einen schimmer nur
resignation aussperren

nächste woche
nächste woche
vielleicht

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status quo

ein
langer marsch
durch die tage
gespickt mit
losem geröll
abbruchkanten
längen und
den unklarheiten
die einer fehlenden
karte geschuldet
an den grenzen
der eigenen kraft
immer die hoffnung
das vage ziel
zu erreichen

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erschöpfung

am freitagabend bin ich leer
hab alle worte längst verbraucht
da sind keine gedanken mehr
all meine energien verraucht

hab alle worte längst verbraucht
verteilt an jene voller fragen
all meine energien verraucht
bleibt schwere nur nach haus zu tragen

verteilt an jene voller fragen
auf dass der zweifel sie nicht frisst
bleibt schwere nur nach haus zu tragen
trag sorge dass noch hoffnung ist

auf dass der zweifel sie nicht frisst
doch was ist mit den eignen sorgen?
trag sorge dass noch hoffnung ist
möchte nur tiefen schlaf bis morgen

doch was ist mit den eignen sorgen?
da sind keine gedanken mehr
möchte nur tiefen schlaf bis morgen
am freitagabend bin ich leer

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