Irgendwo

Wegdriften.
Spüren, wie die Verbindungen gespannt sind.
Wie eine nach der anderen zu bersten droht.
Und die Flugbahn nicht verlassen können

Wie dünn doch die Fäden sind,
die dich halten.
Es werden weniger,
bald hängst du an einem einzigen.
Bis auch er reißen wird.

Trudeln im Raum.
Das Nichts hält dich,
und es hält dich nichts.
Anecken, immer wieder.
Doch kein Ankern,
nur ein Abprallen.

Abprallen.
Richtungsänderung.
Vom Nichts ins Nichts.
Immer wieder Hoffnung.
Kein Sinn.

Trudeln.
Als wäre die Nabelschnur zur Welt gerissen.
Der Orbit weit vom Zentralgestirn.
Keine Begegnungen.
Keine Berührungen.

Müdigkeit, die überrollt wie eine Lawine.
Im Dunkel sitzen.
Gerade Luft zum Atmen.
Und auf das Tauwetter warten.

Unter der Lawinendecke die Augen schließen.
Und nicht wissen, ob man gefunden werden möchte.
Vielleicht noch nicht einmal gesucht.

Stille um dich.
Endlich ein Schlaf, so tief.
Und ohne Erinnerung an Geträumtes.
Ruhe, die auch nach dem Erwachen anhält.
Vielleicht.

© 2015, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

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