seufzer an neujahr

längst hat das neue jahr den ersten tag geschwärzt
genau genommen war es gar nicht richtig licht
der start war weit entfernt von einem „beherzt“
ob das ein gutes omen sein soll, weiß ich nicht

genau genommen war es gar nicht richtig licht
es schien nur, dass die wolken eilig wolln entfliehn
ob das ein gutes omen sein soll, weiß ich nicht
ein rauer, lauter wind schob alles vor sich hin

es schien nur, dass die wolken eilig wolln entfliehn
dem schmutz der straßen, rest vergangner nacht
ein rauer, lauter wind schob alles vor sich hin
wo sind denn jene, die den dreck gemacht?

dem schmutz der straßen, rest vergangner nacht
der start war weit entfernt von einem „beherzt“
wo sind denn jene, die den dreck gemacht?
längst hat das neue jahr den ersten tag geschwärzt…

© 2026, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

november

die tage werden kalt und still
bei mir zog der november ein
auch der kalender magert ab
das jahr wird bald geschichte sein

bei mir zog der november ein
fast unauffällig gibt er sich
das jahr wird bald geschichte sein
er reklamiert das auch für sich

fast unauffällig gibt er sich
hüllt sich gern ein in nebelgrau
er reklamiert das auch für sich
man kennt ihn deshalb nicht genau

hüllt sich gern ein in nebelgau
die sonne hat ein schweres spiel
man kennt ihn deshalb nicht genau
nicht aufzufallen ist sein ziel

die sonne hat ein schweres spiel
bäume die nackt und blattlos sind
nicht aufzufallen ist sein ziel
wer es bemerkt den treibt der wind

bäume die nackt und blattlos sind
auch der kalender magert ab
wer es bemerkt den treibt der wind
die tage werden kalt und still

© 2025, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

nicht wiederholbar

erinnre mich an jene tage
da wir im sommer nackten fußes
durch das kniehohe grün gelaufen
über uns weiße wolkenflotten

da wir im sommer nackten fußes
watend im flachen ufersaume
über uns weiße wolkenflotten
wir streckten seitwärts unsre arme

watend im flachen ufersaume
wir wollten frei sein wie libellen
und streckten seitwärts unsre arme
um derart in die welt zu reisen

wir wollten frei sein wie libellen
dachten dass unser wille reiche
um derart in die welt zu reisen
schon lange reise ich alleine

dachten dass unser wille reiche
du hattest eine kurze reise
schon lange reise ich alleine
zu all den plätzen wo wir waren

du hattest eine kurze reise
durch das kniehohe grün gelaufen
zu all den plätzen wo wir waren
erinnre mich an jene tage

© 2025, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

ächzer

jetzt sind sie da, die beschwerlichen tage
die sonne übergießt uns mit purer energie
findest du schatten?, eine wichtige frage
so nötig wie jetzt brauchten wir ihn noch nie

die sonne übergießt uns mit purer energie
wohl jedem der eignet ein kühlendes nass
so nötig wie jetzt brauchten wir ihn noch nie
einen frischen schluck wasser und ein badefass

wohl jedem der eignet ein kühlendes nass
diese tage bescheren uns fiebergefühle
einen frischen schluck wasser und ein badefass
dieses brauchts für die illusion einer kühle

diese tage bescheren uns fiebergefühle
findest du schatten?, eine wichtige frage
dieses brauchts für die illusion einer kühle
jetzt sind sie da, die beschwerlichen tage

© 2025, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

sommergefühl

zwischen den höchsten lindenästen
verfangen sich die letzten strahlen
der sinkenden sonne sattes gold
zieht dahinter die nacht herein

verfangen sich die letzten strahlen
wie die gedanken ungebändigt
zieht dahinter die nacht herein
nur langsam kommt die welt zur ruhe

wie die gedanken ungebändigt
das taggeschehen wird erinnert
nur langsam kommt die welt zur ruhe
vom späten hell zum wach verführt

das taggeschehen wird erinnert
bis es sanft zudeckt dann die nacht
vom späten hell zum wach verführt
warten wir spähend auf die sterne

bis es sanft zudeckt dann die nacht
der sinkenden sonne sattes gold
warten wir spähend auf die sterne
zwischen den höchsten lindenästen

© 2025, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.