nachtsein

schafen gleich ziehn die wolken
übers nachtschwarze tuch
der sterne glanz verborgen
zuweilen glänzt der mond

übers nachtschwarze tuch
wölbt sich unendliches
zuweilen glänzt der mond
verzaubert die lemuren

wölbt sich unendliches
umfasst es nicht auch mich?
verzaubert die lemuren
deren ich einer bin

umfasst es nicht auch mich?
der sterne glanz verborgen
deren ich einer bin
schafen gleich ziehn die wolken

© 2026, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

abendliches pantun

dem himmel wächst ein mond
an umfang nimmt er zu
der silberglanz der nacht
gefährte mir im traum

an umfang nimmt er zu
er rundet sich zum taler
gefährte mir im traum
sein lächeln freundlich mild

er rundet sich zum taler
der sterne stiller hüter
sein lächeln freundlich mild
ich schaue gern hinauf

der sterne stiller hüter
der silberglanz der nacht
ich schaue gern hinauf
dem himmel wächst ein mond

© 2026, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

elegie [ende märz]

ich sitz am fenster, schau hinaus
es stürmt und regnet, kalts ists auch
der himmel grau, ansonsten leer
ich zieh die decke bis zum hals

es stürmt und regnet, kalt ists auch
fast spür ich es auf meiner haut
ich zieh die decke bis zum hals
und meine hände bleiben kalt

fast spür ich es auf meiner haut
der winter gibt wohl noch nicht auf
und meine hände bleiben kalt
auch wenn ich selbst hier drinnen bin

der winter gibt wohl noch nicht auf
ein kalter schleier fällt aufs land
auch wenn ich selbst hier drinnen bin
das grau beschwert mir mein gemüt

ein kalter schleier fällt aufs land
der himmel grau, ansonsten leer
das grau beschwert mir mein gemüt
ich sitz am fenster, schau hinaus

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seufzer an neujahr

längst hat das neue jahr den ersten tag geschwärzt
genau genommen war es gar nicht richtig licht
der start war weit entfernt von einem „beherzt“
ob das ein gutes omen sein soll, weiß ich nicht

genau genommen war es gar nicht richtig licht
es schien nur, dass die wolken eilig wolln entfliehn
ob das ein gutes omen sein soll, weiß ich nicht
ein rauer, lauter wind schob alles vor sich hin

es schien nur, dass die wolken eilig wolln entfliehn
dem schmutz der straßen, rest vergangner nacht
ein rauer, lauter wind schob alles vor sich hin
wo sind denn jene, die den dreck gemacht?

dem schmutz der straßen, rest vergangner nacht
der start war weit entfernt von einem „beherzt“
wo sind denn jene, die den dreck gemacht?
längst hat das neue jahr den ersten tag geschwärzt…

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november

die tage werden kalt und still
bei mir zog der november ein
auch der kalender magert ab
das jahr wird bald geschichte sein

bei mir zog der november ein
fast unauffällig gibt er sich
das jahr wird bald geschichte sein
er reklamiert das auch für sich

fast unauffällig gibt er sich
hüllt sich gern ein in nebelgrau
er reklamiert das auch für sich
man kennt ihn deshalb nicht genau

hüllt sich gern ein in nebelgau
die sonne hat ein schweres spiel
man kennt ihn deshalb nicht genau
nicht aufzufallen ist sein ziel

die sonne hat ein schweres spiel
bäume die nackt und blattlos sind
nicht aufzufallen ist sein ziel
wer es bemerkt den treibt der wind

bäume die nackt und blattlos sind
auch der kalender magert ab
wer es bemerkt den treibt der wind
die tage werden kalt und still

© 2025, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.