pläne #lyrimo No. 24

ich will mit meinen worten bilder schreiben
die jenen gleichen die dein auge sieht
möchte nicht suchen, möchte einfach bleiben
dass einmal endet, was mich fort nur zieht

will meine welt ganz langsam überfliegen
vielleicht gewinne ich so überblick
ob meine grundannahmen richtig liegen
ob ich noch auf dem weg zum leisen glück

über die sieben berge will ich steigen
bis zu dem ort an dem ich bleiben mag
gefangenen gefühlen will ich ausweg zeigen
und leben endlich jeden neuen tag

impuls: „schon immer mal“

alle texte lest ihr hier: nutze die möglichkeiten

© 2021, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

betrachtung

wir
halten uns
an einander mit
der verzweiflung
der verlassenheit
trudeln
ein trockenes blatt
und ein strohalm
auf unruhigen wassern
zuweilen lässt einer
los
taucht ab
der enge zu entweichen
oder dem widerstand
im spülsaum
eines fernen meeres
finden wir uns
irgendwann
vielleicht

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ende der flugsaison

nichts brummt mehr
bei den mauerbienen
in den röhren aus bambus
ruhen die päckchen der
nächsten generation
andere werden nun
summend die blüten
des kommenden sommers
besuchen und vielleicht
ein schmetterling

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episode

unter
seinem blick
wurde sie wächsern
verlief sich
wie eine kerze
aus billigem paraffin
verlor kontur und
leuchtenden schein
sie sei für ihn
unscheinbar
sagte er und
ging

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verlauf

der frühling
zieht sich seine kerzen
selbst
die farben wählt er sorgsam aus
montiert auf den wnhandlosen armen
der kastanienbäume harren sie
der sonne zeichen ihre
flammen zu zünden in
rot oder weiß
kurz wird die zeit
ihres leuchtens sein
dann aber
dann wachsen den kastanien
hände

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