verweigerung

ein schweigen
wie ein fels
drohend starr
dass abprallt
was ergründen will
ein schweigen
wie eine monstranz
darin gefasst der
stolz unantastbar
ein schweigen
wie eine hecke die
dornig abwehrt den
griff des blickes
nach dem dahinter
dieses schweigen
wie eine klippe
von der zu stürzen
wie ein ausweg
scheint

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grau

so
dunkle tage
sonne wärmt nicht
ihr licht kann nicht
erhellen

wie
ein unkraut
wächst die angst
nie verschwindet sie so
ganz

halt
meine hand
in meinen zweifeln
lehn mich in deine
wärme

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aufräumen

lass uns
die gefühle
schön auf kante
zusammenlegen
in den alten
pappkoffer vom
speicher einmotten
bevor sie völlig
den glanz verlieren
so ganz ungelebt
für ein später das
unseres vielleicht
nicht sein wird

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am ende [wochenrückblick]

immer von vorn
chaos ordnen
hoffen
kraft spenden
abwarten
nachbessern
nicht verzweifeln
neu bewerten
ignorieren
canceln
hoffen – noch immer
tragen – nicht nur das eigene
mahnen
erklären
hoffen, einen schimmer nur
resignation aussperren

nächste woche
nächste woche
vielleicht

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status quo

ein
langer marsch
durch die tage
gespickt mit
losem geröll
abbruchkanten
längen und
den unklarheiten
die einer fehlenden
karte geschuldet
an den grenzen
der eigenen kraft
immer die hoffnung
das vage ziel
zu erreichen

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