episode

kuhfellhimmel
sagtest du
kuhfellhimmel
als wäre schon
august
wir schlossen
die augen
im rumpf des
alten kahns
der von
glucksenden
wellen gehoben
sanft schaukelte
dort im ried
der welt unsichbar
als wär schon
august
murmeltest du
mir deinen kuss
ins erinnern

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inkonsequent

drohend
färbte der himmel
seine stirn in
dunkelstem grau
drohend
grummelte er
und eilte doch
vorüber

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sommertag

s’ist reisezeit. die lindenkinder trudeln
ganz wild propellernd in die unbekannte ferne
vom wind geleitet reisen sie in rudeln
so unter sich zu sein, das mögen sie wohl gerne

die noch bei mutter linde kleben, denen
droht dunkler himmel dumpf grollend und blitzenden blicks
lässt tränen regnen, will, dass sie sich wähnen
sich selbst beraubend so des einzig wahren glücks

ich sehe sie, ganz starre, ganz mobile
und ich muss schmunzeln, ists doch, dass ich kenne
von beider art auch menschen ziemlich viele
das denk ich, während vor dem sturm ich heimwärts renne

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juli [eine erinnerung]

mohnes blut ergießt sich
zwischen blaue juwelen
in weizenfeldern
drüber die lerche ewig
beim wolkenzählen
sich verhaspelt
jeder schritt spuckt staub
in das hitzige flirren
bis schattige kühle atmet
der tiefdunkle waldsee

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gefragt

verschwenderisch
das wachsen und blühen
das reifen der früchte
warum nur knausert
die natur am
regen?

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