regen

da kam
klarheit in die luft
rauschen fraß profanes
schlug pfützenhäuten
flüchtige noppen
trug die kälte
durch alle hüllen
bis auf die haut
tropfend schloss
sie die tür
tropfend fiel ab
was alltag war

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beim gehen gedacht

verwandlung an des tages wegen
blüht zwischen gräsern akelei
holzbienen schillern laut vorbei
grün rankts, will sich auf alles legen
das jahr kam an im monat mai

noch hat es sich nicht ganz entschieden
obs es heißer oder kühler treibt
still zieht, große geschichte schreibt
der meisten hoffnung will nur frieden
und dass genug für alle bleibt

die vögel pfeifens aus den bäumen
mutter natur tut was sie muss
wär mit der menschheit plötzlich schluss
dann wär sicher, wie wir es träumen
der rest der welt wieder im fluss

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regennacht

in den nachtlichtern
fällt ein glanz auf die straßen
ersetzt mir den mond

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leipzig, 04.05.2026

hast dich
durch den tag
geschlagen
fühlst den
brüchigen frieden
mit dir selbst
der gerade so
noch immer hält
daheim wartet
wohlige müdigkeit
darauf dich zu
umarmen

und die außenwelt
bricht herein
mit ihrer
hässlichen fratze
reißt die altem
dämonen aus
ihrem grab

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abends

der abend kommt
und wolkenkräusel
trägt er
über seiner stirn
die tauben
gurren vom tage
der schon vom
sommer sprach
ich lehne mich
zurück und träume
von tagen da
im dichten ried
das wasser gluckst
und mich in
den schlaf
schaukelt

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