hochgeschaut

beinahe
halber mond
silbern belegt
pergamenthäutig
hängt schief
in der nacht
er rührt mich an
anders als
die wolken
die ihn still
passieren

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frage

wie
der wilde hopfen
sich schlängelt
aufwärts an
jedem halt
immer zum licht
sei es auch
pur gleißend
oder verhüllt
woher nimmt
der hopfen nur
seine zuversicht?

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erkenntnis

nichts ist
so wie es scheint
ein ding von dauer
heute die sonne
morgen kalter hauch
verlass dich nicht
auf ewigkeiten
zu wechselhaft sind
diese zeiten
stets liegt der wandel
längst schon auf
der lauer
hast du ihn akzeptiert
verwandelst du
dich auch

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freitag

am abend dann
ein tiefer atemzug
nur um
mit dem ausatmen
die reste der woche
zu zerstäuben

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facit

abgeschliffen
der körper des seins
auf den buckeln und
schlaglöchern des
arbeitstages
waidwund die seele
versickert ihr blut
in den feierabend
da findet sich
nichts
das taugen könnte
zum pflaster
hand in hand
der wunsch nach
tiefem schlaf
und die angst vor
den träumen

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