zwei weiden

als steckten sie
die köpfe zu
einander
stehen sie
die jahre hindurch
etliche menschenzeiten
kennen licht und wolken
stürme und durst
tragen gäste
und schnitte in
ihrer rauen haut
zugeneigt einander
stehen sie dort
wenn sich meiner
schon lange niemand
mehr erinnert

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resignierter seufzer

zwischen
eben noch
und schon
wechseln die
augenblicke die
stunden die tage
die wetter
die zeiten
und wir wissen
und wir sind
doch überrascht
jedes mal

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das ist es

es ist dieser himmel
der ständig sich wandelt
und überrascht
es ist dieser wind
der nicht grob ist und
doch nicht schmeichelt
es ist dieses licht
das den blick wärmt
am rand der nacht
es ist dieser moment
der mich staunen macht
und lächeln lässt
immer wieder

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willkommen, september

ach guck, nun bist du da, september
standest ganz plötzlich vor der tür
august hat sich ganz still verzogen
nur seine wetter ließ er hier

ob du so weiter stürmst, september?
treibst du der wolken regen aus?
sag, hast du mehr noch im portfolio
und ist es gut? wann packst du aus?

bist so unstet grad, september
sag, wurmt es dich, dass man dir nahm
den siebten platz des monatsreigens
bist deshalb du dem dasein gram?

nun kamst du bei uns an, september
es ist grad noch eine gute zeit
der reifen früchte gibt es viele
und noch genügend helligkeit

nun also gilts für dich, september
du bist noch lang, mach was aus dir
bleib mild und färbe sanft die lande
werd mir des herbstes schönste zier

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episode

kuhfellhimmel
sagtest du
kuhfellhimmel
als wäre schon
august
wir schlossen
die augen
im rumpf des
alten kahns
der von
glucksenden
wellen gehoben
sanft schaukelte
dort im ried
der welt unsichbar
als wär schon
august
murmeltest du
mir deinen kuss
ins erinnern

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