moment

im schnee spuren
des alten roten katers
wann kam er vorbei?
dunkelheit bot ihm deckung
längst schon döst er im warmen

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liebe und schnee

wie doch
anfangs noch
alles so leicht
schien und mild
sich legte auf
die härten
wie es sich
senkte auf alles
mit schwere belegte
was schon so schwer
trug am bloßen sein
wie es begann
aufzulösen
die konturen
irgendwann wird es
nicht mehr sein

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später heimweg

bequem zurückgelehnt
des mondes sichel im schwarz
frost auf dem heimweg
täuscht mich meine müdigkeit
oder zittern die sterne?

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heimweg im advent

stille fassaden
einsamkeit tragend
aus ihren scharten
quillt ab und zu
licht sich diffus
breitend über
letzte blätter und
rinnsteindreck
die kälte kriecht
ungesehen in alle
körper und spalten
trostlosigkeit wohnt
auf vorstadtpflaster
hallt schrittweise
aus der mitte heim
abseits des glanzes
der lichter, der buden
der geräusche, düfte
der verlockungen
hüllt sich die stadt
in nüchternheit

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zuflucht

eine kerze die leuchtet
wann immer es dunkel ist
kleine abendheimeligkeit
eine kerze die leuchtet
spendet wärme und licht
zehrt sich selbst langsam auf
eine kerze die leuchtet
wann immer es dunkel ist

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