umbruch

durch
landschaften
voll von goldgelben
teppichen schritten wir
neblig weich sprechend
über den verfall
der welten ohne ein
hoffen auf einen
frühling für die
unsere

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beschreibung

drinnen
raschelt eine geschichte
aus buchseiten sich
wortmäandernd
ins gehirn
draußen
sichelt der mond
aus dem universum
kleine funken ins
schwarz

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abend, bewölkt

die wolken
hängen getöntes grau
über die häuser
darunter die nacht
nicht recht dunkeln will
stadtlichter fest
gehalten auf ihrer
flucht ins all
zurückgeworfen auf
sich selbst
erhellen den
einsamen blick auf
konturlose masse

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22. oktober

die tubenreste
reichen noch für
farbige tupfer
lernen das fliegen
in den süden
scheint wieder option
kann bunt sein oder
grau wabert wieder
durch niederungen
hallt krächzen

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oktober-elegie

die linde trägt nun greisenhaar
dem himmel mangelt es am blau
die sonne macht sich häufig rar
die nächte sind längst nicht mehr lau

das rot der jungfernrebe blättert
auf glänzendgraunassen asphalt
und wenn die temperatur noch klettert
dann macht um die zehn grad halt

öffnet der himmel seine schleusen
will auch die katze nicht hinaus
sinnlos scheint nun die jagd nach mäusen
auch sie bleiben dann gern zu haus

die kerzenflamme müht sich redlich
sonnenersatz mir nun zu sein
ist denn ihr mühen auch vergeblich
will mich ihrer gesellschaft freun

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