perspektive #lyrimo No. 17

oma, schau
ich kann schreiben!
auf dem blatt
torkeln ungelenke
majuskeln umher:
kwa… squi…
kwasquilot! aha
kwasquilot…
augenblicke
ratlos
was
das ist, oma?
das weiß ich nicht
ach
macht nichts,
mein kind, das
findest du schon
noch heraus
und
mit dieser schrift
wirst du ganz
sicher einmal
doktor

impuls: kwasquilot

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verstanden? #lyrimo No. 14

alles grobe tolerieren
bei andern nie geduld verlieren
pflicht zum wunschlos glücklich sein?
nein!

stetig allen recht es machen
groll stets verstecken hinter lachen
reichts, sich an andrer glück zu freun?
nein!

immer sich um alle sorgen
den eignen traum schieben auf morgen
ewig miss verständnis sein?
nein!

anderen zur seite stehen
und eigenes bedürfnis sehen
da sind ganz sicher ziele noch…
doch!

impuls: missverständnis

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träumerei #lyrimo No. 13

wie
sie aussieht
im lichtkegel
der laterne
zieht den blick
fast unbarmherzig
auf sich in all
dieser dunkelheit
wie
sie geschmeidig
sich bewegt im
lauen hauch dieser
sommernacht
beinahe als
tanze sie
wie
sie wohl riecht
wenn ich
ihr nahe komme
und
wie wohl
schmeckt ihr
kuss…

impuls: wie riechen blumen bei nacht

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frage #lyrimo No. 10

ein schloss
etwas festzuhalten
unverlierbar
zu machen
ein schloss
etwas zu behalten
ganz für sich
allein
ein schloss
andere abzuwehren
auszuschließen aus
dem raum
ein schloss
verbindung zu
schaffen fest
und doch beweglich
so viele schlösser
welcher art
deines?

impuls:

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unentbehrlich #lyrimo No. 9

das was sie fasst
verschafft mir innehalten
wenn wieder mal eine idee
sich mir entzieht
sie dient mir still
in ihrem innern frischer tee stets
ich trink und spüre gleich wie
mich der ärger flieht

das was sie fasst
schafft außerdem verbindung
von meinem schreibtisch hin
zu meinem canapé
denn hier wie dort
durch meinen lauf des tages
begleitet eine ihrer schwestern
mich mit tee

das was sie fasst
das brauche ich zum leben
ein jeder weiß doch, dass man
reichlich trinken soll
genau so aber
brauch ich kleine fluchten
drum füll ich meine tasse
meist schnell voll

impuls: gegenstand

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