summend gefragt

und wenn
meine füße
notenabdrücke
hinterließen
welche art klang
hätte wohl meine
lebensspur?

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und dann

alles ist
so mürbe geworden
zerschleißt und
zerbröselt in den
alltäglichleiten und
den großen stürmen
dieser tage
gehalten von bändern
einer zuversicht die
wie aus schütterem
stoff gerissen
wieviele stürme noch
und was dann?

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abendliche gedanken

sich an
einer spindel stechen
für einhundert jahre
schlafend verharren
und dann?
dann wird man
wachgeküsst…
was ist das für einer
der so etwas tut?
für wen tut er das?
und in welche welt
gerate ich dann?
das fragen macht müde
und die spindel
kann mich mal

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wer weiß?

mai kam
april ging
in friedlichem wechsel
kommen nun die lichten tage?
ähnlich jenen die wir ersehnen?
fülle oder entbehrung?
es bleibt immer etwas
rätselhaft

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grüblerin

was tue ich hier?
ich warte nun schon ewig
und weiß nicht einmal
ganz genau worauf
nur schemenhaft spür ich
dass etwas fehlt mir
das leben nimmt trotzdem
schnöd seinen lauf
was ist es nur
wonach ich mich verzehre
vielleicht ists gar kein es
viel eher noch ein wer?
doch ängstigt mich nicht
was ich so vermisse
zugleich? das machts schwer
da sitz ich nun
und die gedanken wandern
und ich hab gar nichts
was sie bei mir hält
so bleib ich irgendwann
allein mit dieser frage
was ich denn hier zu tun
hab in der welt

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