nachtgedanke

nachdenken
über den lauf
der zeit
wo endet das
davor
und
wo beginnt das
danach
und
wie lange dauert
jetzt?

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wieso?

stocherte
klammfingrig
im bodensatz der
eigenen existenz
tastete nach dem
was blieb auf
den gründen
die paar scherben
aus denen erinnern
sich bauen ließ
momente scheinbar
ohne bezug
wieso
fragte er (die
klammen finger
reibend)
wieso finde ich
die wärme
nicht?

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veränderung

die frage
in deinem blick
immer traf sie
dein gegenüber
spürbar drang sie
in mein denken
stupste mich dass
tausend fragen
mir entstanden
die frage
in deinem blick
die sicherheiten
mir nahm und die
hand mir reichte
ich finde sie nicht
schau ich dich an
und ich frage mich
gabst du auf
hast du eine antwort
und ich zweifele
was ich mehr
fürchtete

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wie weit?

am
rand der
uns bekannten welt
säße ich gern
beinebaumelnd
schweigend
mit dir
und staunend ins
unbekannte
sag
wie weit ist
der flug
dorthin?

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an der kante

ratlos
rasten am
ereignishorizont
vielleicht ist
das dahinter
ein platz
vielleicht
ein hort
kennen was
man fliehen will
nur wohin

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