fünfunddreißig grad celsius

der wind
hat aufgefrischt
ein lauwarmes gebläse
der abend trägt
schweren grauen loden
darunter die erde
schwitzend stöhnt
dürre lässt die
eschen gilben
über verbranntem gras
warten auf wandel
zeit für regentänze

© 2020, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

gedanken beim blick in die wolken

es wölkt
umsonst, es will
nicht wettern
obwohl der abend
es vertrüge
und so ists wie
mit vielen dingen
versprechen, die
sehr glaubhaft klingen
erweisen manchmal sich
als lüge

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tropische nacht

wo bist du, abendkühle?
kann nicht zur ruhe finden
es drückt tropische schwüle
sehn mich nach frischen winden

kann nicht zur ruhe finden
die schwüle lastet schwere
sehn mich nach frischen winden
gedanken gehn ins leere

die schwüle lastet schwere
das leben scheint zu schleichen
gedanken gehn ins leere
kein ziel scheint zu erreichen

das leben scheint zu schleichen
der durst, er wird zur plage
kein ziel scheint zu erreichen
am ende solcher tage

der durst, er wird zur plage
es drückt tropische schwüle
am ende solcher tage
wo bist du, abendkühle?

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abgereist

und dann
blieb der himmel
leer
sie zogen fort
den beginn vom
ende des sommers
anzeigend
ich vermisse
ihre schrillen rufe
wenn sie durch
die luft schnellten
haken schlagend in
wildem spiel
es ist als sei
das leben gewichen
aus den vorstadthöfen
und der himmel
leer

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kondensstreifen

über mir
zerfließt ein
band aus weiß
letzte verbindung
zur herkunft
der reisenden
zerfließt als
wäre es warm
dort oben
verfliegt in
die weite des
dunkelnden himmels
und hat das ziel
längst vergessen

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