tauschangebot

gib mir nur deine hand
ich geb dir dafür wärme
teilst du dein wissen
erhältst du neue fragen

ich geb dir meine wärme
wenn du mein mütchen kühlst
erhältst du neue fragen
zeig mir verdeckte wege

wenn du mein mütchen kühlst
steckt dich mein elan an
zeig mir verdeckte wege
ich biete festen halt

steckt dich mein elan an
teilst du dein wissen
ich biete festen halt
gib mir nur deine hand

© 2021, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

cetonia aurata

würdevoll schreitet er
der keine krone hat
im blütenschnee einher
in smaragdenem ornat

ganz ruhig pas à pas
die dolde er besteigt
er fürchtet feinde nicht
wie mir sein funkeln zeigt

trifft ihn ein sonnenstrahl
dann leuchtet golden er
ich neid ihm seine ruhe
im duftgen blütenmeer

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vom wetter

der abendhimmel türmt skulpturen
aus weißem dampf und färbt sie grau
der wind weht sie noch ziemlich lau
gemächlich über stadt und fluren

der stoff wird dichter, der bedeckt
des einst noch klaren himmels blau
ich schaue hoch, weiß nicht genau
was in den wolkentürmen steckt

ich mal mir aus was wohl passiert
kommt blitz, kommt donner, hagelschlag?
der wind, der noch nicht stürmen mag
hat derweil alles fein planiert

nun ziehn die wolken abgeflacht
(nichts von skulpturen mehr zu sehen)
kann irgendwann zu bette gehen
es bleibt wohl ruhig heute nacht

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zwiespältig

siehe
die stadt
füllt mit leben
wieder jüngst verwaiste adern
lärmend

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haiku No. 426

über der stadt ankern
die weißen segler des winds
westwärts taucht das licht

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