beim gehen gedacht

verwandlung an des tages wegen
blüht zwischen gräsern akelei
holzbienen schillern laut vorbei
grün rankts, will sich auf alles legen
das jahr kam an im monat mai

noch hat es sich nicht ganz entschieden
obs es heißer oder kühler treibt
still zieht, große geschichte schreibt
der meisten hoffnung will nur frieden
und dass genug für alle bleibt

die vögel pfeifens aus den bäumen
mutter natur tut was sie muss
wär mit der menschheit plötzlich schluss
dann wär sicher, wie wir es träumen
der rest der welt wieder im fluss

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anmerkung

ich höre dich
wenn du schweigst

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episode

als ich heut in der innenstadt
mich traf um zu flanieren
begann die schiere menge mensch
schnell mich zu strapazieren

man läuft, man bremst, läuft auf, weicht aus
und kommt nicht recht von hinnen
und dieser kakophone lärm
bracht beinah mich von sinnen

ich lief alsbald wieder nach haus
durch stille nebengassen
und hofft ich würd den rest des tags
von alldem in ruh gelassen

dann hörte ich den vogelsang
der stress begann zu schwinden
ob wohl die vögel ihresgleichen
so nervig auch empfinden?

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abendliches pantun

dem himmel wächst ein mond
an umfang nimmt er zu
der silberglanz der nacht
gefährte mir im traum

an umfang nimmt er zu
er rundet sich zum taler
gefährte mir im traum
sein lächeln freundlich mild

er rundet sich zum taler
der sterne stiller hüter
sein lächeln freundlich mild
ich schaue gern hinauf

der sterne stiller hüter
der silberglanz der nacht
ich schaue gern hinauf
dem himmel wächst ein mond

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eloge (etwas eingetrübt)

du
bist die hand
die sanft mich neckt
du
bist das wort
das mich berührt
du
bist der hauch
der mich erschreckt
du
bist der schutz
der mich bedeckt
du
bist der stein
der mir im weg
du
bist der plan
der mir oft fehlt
du
bist die haut
die mich verbrennt
du
bist der blick
der mich erkennt
du
bist die luft
die sättigt mich
du
bist mir friede
mut und licht
du
bist mir vieles
was ich brauch
und
bist du trug –
es gibt dich nicht

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