anmerkung

wie ist die welt so dunkel
macht die gedanken trüb
und keine kraft, die blieb
zu sehn ein sterngefunkel

grau herrscht an allen tagen
lässt manches herz gefriern
die einsamkeit uns spürn
schwer wird es nicht zu klagen

wir sind beschwert mit bleien
und kriechen durch die zeit
sind lang noch nicht soweit
uns endlich zu befreien

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vom konzert

als
ich heute
eingehüllt in
diesen teppich
aus klang
meine augen schloss
war mir, als sei
dieser teppich
meine einsame insel
für einen
moment

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mein roter faden

längst
mürbe geworden
von weiten wegen
von reibungen
und stürzen
gegerbt durch
alle witterungen
des daseins
bleibt er die
einzige sicherheit
fraglich nur ob
er steile wände
noch übersteht

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beiläufiges

auf dem
dach der laube
hinter der hecke
die zeternde amsel
verkünderin des
kommenden

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curriculum vitae. #sammelstelle

einst in
diese welt
geworfen lief ich
los hinfort
vom unbenannten
durch vertrautes
ins unbekannte
später
viel später erst
erkannte ich meinen
ausgangspunkt
noch länger suche
ich mein ziel
ohne karte oft
nichts ahnend von
widerständen und
irrwegen
voran nur
immer voran zur
nächsten wegmarke
und diese als ort
inne zu halten
verletzungen
zu verbinden
die nächste etappe
abzustecken und von
der ankunft einst
zu träumen

das ist mein moment zum impuls aufbruch bei der sammelstelle für poetische momente

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