tagesende

der tag
längst verblasst
dunkelt nun nach
am himmel schlieren
ein schweigen
treibt mich um
aus deinem mund
wie ein zaun
so hölzern sperrig
ich schau nicht auf
ich kann sie ja
doch nicht sehen
die sterne

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aufprall

der
leere rucksack
gähnt mich an
längst schon
die kleidung
auf der leine
vor den fenstern
das kleine panorama
des gemauerten hofes
mattigkeit schleicht
sich ins erinnern
und das leise murmeln
des stadtabends

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abreise

etwas weniger exakt
schichten die hände
in den taschen
die habseligkeiten
fensterblicke klammern
das frühstück noch
und schon sickert
allerlei profanes ein
wenn die tür schließt
ein letztes innehalten
der august beginnt
heute soll der
regen kommen

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achter urlaubstag

die
letzte tour
schließt etwas ab
im rucksack lastet das
unwiederrufliche

einmal
noch schweifen
die blicke rundum
würdigen im großen die
details

die
letzte tour
geht man anders
jeder schritt ein kleines
adieu

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sechster urlaubstag

geplant
hatten wir
so genau
die tour
verließ den
gesperrten weg
alle ziele
neu bestimmt
noch mehrmals
an diesem tag
entdeckten wir
entdeckten orte
und MENSCHEN und
wir entdeckten
den zauber des
zufalls neu

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