feierabendweg

zwischen den
ranken die kräftig
nach uns greifen
grasen wir die
hecke ab nach
nach den ersten
reifen brombeeren
um die schultern
legt sich heiß
die sehnsucht nach
freien tagen

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ende

längst
zu stein gefroren
in meinen adern
diese worte
denen du dich
von jeher
verschlossen
hattest
als du die tür
dann endlich
zuschlugst
entwich mir
leise nur ein
seufzer

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haltlos

leg meine hände aneinander
zu schöpfen damit aus dem flusse
der in heißen zeiten kühlend
in kalten jedoch wärmend wirkt

zu schöpfen damit aus dem flusse
tauch ich die hände in die tiefe
mein blick folgt forschend ihren spuren
will wissen was ich greifen kann

tauch ich die hände in die tiefe
seh ich den fluss vor ihnen weichen
sind sie auch feucht wenn ich sie hebe
so seh ich doch, alles verrann

seh ich den fluss vor ihnen weichen
verwässert alle meine spuren
versuche ich etwas zu halten
ein einzig fluss die ewigkeit

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entwicklung

immer
fühlloser
meine füße
immer schwerer
jeder neue schritt
als entwiche die luft
so wie aus einem
badeball
unaufhaltsam
also krieche ich
weiter bevor
die luft mich
eines tages
nicht mehr
hält

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vorhersage

es rollt
auf mich zu
ich starre
paralysiert
wie es vor mir
sich aufbaut
um über mir
zusammenzuschlagen
ich fühle ich bin
die in diesen
filmen niemals
überlebt
und
ich sehe es
kommen

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