haiku No. 431

längst floh dieser tag
wolken verhängen die nacht
irgendwo der mond

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beide

vor dem fenster der mond
wie im dunkel er glänzt
drinnen lichter aus wachs
feuer tänzeln am docht

wie im dunkel er glänzt
nimmt gar zu noch beim lauf
feuer tänzeln am docht
diese zehren sich auf

nimmt gar zu noch beim lauf
wärmt mir jener das herz
diese zehren sich auf
hüllen warmwohl mich ein

wärmt mir jener das herz
drinnen lichter aus wachs
hüllen warmwohl mich ein
vor dem fenster der mond

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mond.zunehmend

durch
die nacht
sichelt er unermüdlich
silberner schnitter des lichts
lautlos

teilt
was am
himmel er findet
zu lauter silbrig schimmerndem
sternengefunkel

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tagesende

der abend
streicht sanft
den tag in
den schlaf
die dämonen
der nacht
warten längst
noch ist da
zuviel
licht

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feierabend

müde
die schuhe
von den füßen
streifen
die jacke
an den haken
hängen
einen tee
noch sich brühen
und ins polster
gelehnt die augen
geschlossen dem
tag nachspüren
lächelnd den hauch
spüren eines
winzigen moments
von glück

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