fünfunddreißig grad celsius

der wind
hat aufgefrischt
ein lauwarmes gebläse
der abend trägt
schweren grauen loden
darunter die erde
schwitzend stöhnt
dürre lässt die
eschen gilben
über verbranntem gras
warten auf wandel
zeit für regentänze

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tropische nacht

wo bist du, abendkühle?
kann nicht zur ruhe finden
es drückt tropische schwüle
sehn mich nach frischen winden

kann nicht zur ruhe finden
die schwüle lastet schwere
sehn mich nach frischen winden
gedanken gehn ins leere

die schwüle lastet schwere
das leben scheint zu schleichen
gedanken gehn ins leere
kein ziel scheint zu erreichen

das leben scheint zu schleichen
der durst, er wird zur plage
kein ziel scheint zu erreichen
am ende solcher tage

der durst, er wird zur plage
es drückt tropische schwüle
am ende solcher tage
wo bist du, abendkühle?

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am tagesende

den abend
will ich nun erwarten
wie einen geliebten
in geduld, um
wenn er kommt
lächelnd aufzublicken
kurz verstehend
lächelnd dann
den blick zu senken
lächelnd mich
anzulehnen
und mich fallen
zu lassen tief
in seine
gründe

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haiku No. 411

der tag geht zu bett
die sterne sind unsichtbar
doch ich weiß vom mond

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haiku No. 410

der abend so mild
wie einer jener weisen
die nichts erwarten

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