regen

da kam
klarheit in die luft
rauschen fraß profanes
schlug pfützenhäuten
flüchtige noppen
trug die kälte
durch alle hüllen
bis auf die haut
tropfend schloss
sie die tür
tropfend fiel ab
was alltag war

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trotzdem

der regen
löschte heute
die kerzen
legte unter den
kastanien
teppiche aus
blütenschnee
ich betrete ihn
nicht als würde er
dann ewig bleiben
wenngleich es
all die vielen jahre
nie sich erfüllte
eine alte hoffnung
darf auch leben

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beim gehen gedacht

verwandlung an des tages wegen
blüht zwischen gräsern akelei
holzbienen schillern laut vorbei
grün rankts, will sich auf alles legen
das jahr kam an im monat mai

noch hat es sich nicht ganz entschieden
obs es heißer oder kühler treibt
still zieht, große geschichte schreibt
der meisten hoffnung will nur frieden
und dass genug für alle bleibt

die vögel pfeifens aus den bäumen
mutter natur tut was sie muss
wär mit der menschheit plötzlich schluss
dann wär sicher, wie wir es träumen
der rest der welt wieder im fluss

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abends

der abend kommt
und wolkenkräusel
trägt er
über seiner stirn
die tauben
gurren vom tage
der schon vom
sommer sprach
ich lehne mich
zurück und träume
von tagen da
im dichten ried
das wasser gluckst
und mich in
den schlaf
schaukelt

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ausbruch der tulpen

entlang
der gärten
ein gräsersaum
aus dem sich
blüten bunt erheben
abgeordnet wohl
von jenen die
noch immer brav
jenseits der zäune
in den beeten stehn
was sie wohl einst
zum ausbruch brachte
ins wilde wiesenreich
sie schwingen nur
mit den gräsern
im kalten wind

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