juli [eine erinnerung]

mohnes blut ergießt sich
zwischen blaue juwelen
in weizenfeldern
drüber die lerche ewig
beim wolkenzählen
sich verhaspelt
jeder schritt spuckt staub
in das hitzige flirren
bis schattige kühle atmet
der tiefdunkle waldsee

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geträumt

zehen im sand
durch den wasser
schmatzend drängt
auflandiger wind
salzgesättigt
als ich davon
zu träumen begann…
sah ich mich wieder
in die rahen steigen
das tuch dem wind
als treibgut zu lassen
an deck des schoners
der ächzend krängt
den rufen der bootsfrau
zum halsen zu folgen
und wenn die taue dann
wieder aufgeschossen
diesen moment zu leben
mit wind und meer
zehen im sand
sie sind ein traum
kein meer in der
nähe

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anmerkung

ich will
dich lieben
wenn du mich
nur sein ließest
einfach die
die ich bin
weißt du denn ob
die du haben willst
dich dann noch
lieben kann?

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erinnerung

als wir flogen
weißt du noch?
leicht waren wir
und so unbeschwert
ganz sicher uns
der offenen türen
als wir flogen
getragen von
traum und zukunft
die wir für die
unsere hielten
fest in unserer hand
auch die des anderen
wer ließ zuerst los
um unbegriffenes
zu fassen
die antwort darauf
zerschellte mit uns
an festem grund

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adieu

nur einen kuss noch
vor dem niedersinken
klaren blickes
pergamentener haut
einmal noch gierig
deine wärme trinken
und dein gesicht spricht
gänzlich ohne laut

wir wussten gleich
es wird nicht ewig währen
als wir uns trafen
schon im ersten augenblick
dann konnten lang wir aus
uns selbst es nähren
doch kümmerts nun
und es gibt kein zurück

nur einen kuss noch
vor dem niedersinken
wie dein gesicht spricht
wortlos und so starr
nur einml noch von
deiner wärme trinken
erinnerung an das
was es uns war

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