dreiunddreißig jahre

meinem sohn

nein
da war
kein plan
da war erst
auch zweifel
war ich meiner
doch selbst
nicht sicher
und es war
innehalten
hinein horchen
kennenlernen
und wachsen
gemeinsam
als du dann
deinen eigenen
atem schöpftest
blieb ich die
ich war und
wurde doch mehr
(vorher wusste
ich nichts
von liebe)
wir wachsen
aneinander
wir sind
noch immer auf
dem weg

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zum abend

leg deine hand
auf meinen arm
bring mich heim
zu mir selbst
lass lehnen mich
in dein schweigen
und ruhen in
deinem blick

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fehlanzeiger

wenn
die haut
luzent wird
pergamenten dünn
unter der berührung
dieser moment
wenn die wärme
zu strömen beginnt
unter der hülle
dorthin wo die
zuneigung ein nest
längst baute
eins sein
miteinander
zartwild
zur ruhe
gelangen

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weiß nicht warum ichs schrieb

zu einander sich fühlen
und dem andern nicht gleich
reibung wärmt uns im kühlen
macht in summe doch reich

und dem andern nicht gleich
so wie gabel und messer
macht in summe doch reich
gehts mit beiden viel besser

so wie gabel und messer
wo eins schneidet eins hält
gehts mit beiden viel besser
in den wirbeln der welt

wo eins schneidet eins hält
reibung wärmt uns im kühlen
in den wirbeln der welt
zu einander sich fühlen

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halt

stillhalten
will ich dich
still halten
sollst mich
halten
stille

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