tropische nacht

wo bist du, abendkühle?
kann nicht zur ruhe finden
es drückt tropische schwüle
sehn mich nach frischen winden

kann nicht zur ruhe finden
die schwüle lastet schwere
sehn mich nach frischen winden
gedanken gehn ins leere

die schwüle lastet schwere
das leben scheint zu schleichen
gedanken gehn ins leere
kein ziel scheint zu erreichen

das leben scheint zu schleichen
der durst, er wird zur plage
kein ziel scheint zu erreichen
am ende solcher tage

der durst, er wird zur plage
es drückt tropische schwüle
am ende solcher tage
wo bist du, abendkühle?

© 2020, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

im auge des zyklons

wo
ich bin
ist stille
bewegt kein
atemhauch die
starre allen seins
was
ich sehe
ist das kreisen
strudelnder bewegung
um meinen ort
tosen und donnern
auftürmen und zerfließen
was
ich fühle
ist unberührtheit
und die vage möglichkeit
erfasst zu werden
vom steigen und
vergehen

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abgereist

und dann
blieb der himmel
leer
sie zogen fort
den beginn vom
ende des sommers
anzeigend
ich vermisse
ihre schrillen rufe
wenn sie durch
die luft schnellten
haken schlagend in
wildem spiel
es ist als sei
das leben gewichen
aus den vorstadthöfen
und der himmel
leer

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schaukel

beide hände
umfäusteln fest
die seile die
das brett halten
das als sitz dient
einmal angetippt
die beine in
den flug stemmen
und den rumpf ins
gegenteil wieder
und wieder und wieder
beherzt weiter schwingen
hohe gewinnen und
das kribbeln fühlen
an dem punkt da alles
still steht einen moment
um dann ins den lauf
umzukehren wieder und
wieder zu steigen
bis man meint
nun flöge man sebst
.
ob ich es heute noch
genauso empfände?

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wie weit?

am
rand der
uns bekannten welt
säße ich gern
beinebaumelnd
schweigend
mit dir
und staunend ins
unbekannte
sag
wie weit ist
der flug
dorthin?

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