rossbreiten

wie auf
einem spiegel
liegt der rumpf
seltsam ruhig
in der sole über den
abgründen der welt
kein hauch kein laut
noch nicht einmal
ein ächzen des holzes
ein glucksen des wassers
das schlaffe tuch
grefft und gebunden
an deck verglüht
die wache in der
gleißenden stille
niemand schaut mehr
am horizont nach
wolken

© 2026, stachelvieh. einfach gedanken…. All rights reserved.

geträumt

zehen im sand
durch den wasser
schmatzend drängt
auflandiger wind
salzgesättigt
als ich davon
zu träumen begann…
sah ich mich wieder
in die rahen steigen
das tuch dem wind
als treibgut zu lassen
an deck des schoners
der ächzend krängt
den rufen der bootsfrau
zum halsen zu folgen
und wenn die taue dann
wieder aufgeschossen
diesen moment zu leben
mit wind und meer
zehen im sand
sie sind ein traum
kein meer in der
nähe

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sturm

wenn alles
durch die hände
zu gleiten scheint
wie laufendes gut
beim halsen in
einer sturmsee
beißt man
der schmerz weg
und die kälte
kneift die augen
in den brechern
und hält fest
an dem was man
greifen kann

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so vielleicht

leben wie
ein ozean
spiegelglatt
zuweilen oder
leicht kräuselig
wild wogend im sturm
in tiden steigen
und fallen lassen
strudel und sog
müde sich breitend
über sande
brechend am fels
urangst und
sehnsucht
sein

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haltlos

sie
sie fühlte
sie fühlte sehnsucht
nach einem halt
sie fühlte
sehnsucht wie jemand
der schiffbruch erlitt
und im spülsaum des
wilden meeres trieb
den wellen ausgesetzt
sie fühlte
sehnsucht nach
festem stand auf gründen
nach ankunft und frieden
sie fühlte
diese sehnsucht
und sah diese
große welle sich
ihr entgegenwälzen
in sich die angst
diese welle würde
sie unweigerlich
in die tiefe
ziehen

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