erkenntnis

gehüllt
in einsamkeit
spürt sie
nichts
als dass ihr
einziger gefährte
die einsamkeit
ist, die sie
einhüllt

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die wartende

wars
das nun?
ihr blick
gründelte ins ferne
als ob von dort
antwort käme
hier
am fenster
hatte sie oft
gesessen
die kommen sehen
die ihr wichtig
ihnen nachgewunken
wen sie gingen
nun würde niemand
mehr dort vom tor
zu ihr laufen
und doch saß sie
noch immer hier
und sie fragte sich
ob es das nun war
ob das wirklich
alles
war

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größenbestimmung

wie ein
staubkorn
sich fühlen
winzig in
all der weite
unseres seins
windgetrieben
wandere ich umher
in der fremde
im bekannten
sesshaft immer
nur auf zeit
wie ein
staubkorn
habe ich
keinen anfang
kein ende
aus gestein
geboren
in gestein
gepresst
wie ein
staubkorn
kennt mich
niemand
bin ich allein
verloren
ich kann mit
vielen anderen
wüsten füllen
himmel verdunkeln
und weiß doch
von allem
nichts

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es war anders

wann ich am meisten an dich dachte
mach mir schon länger drum gedanken
doch wie ichs wende und betrachte
die frage lässt mich etwas schwanken
dacht ich es wär, wenn ich allein
wann ich am meisten an dich dachte
mach mir schon länger drum gedanken
was diese einsamkeit mir machte
es war nicht das alleine sein
zeit die mit andern ich verbrachte
nicht mit dir teilen gab mir schranken
wann ich am meisten an dich dachte
mach mir schon länger drum gedanken…

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berichte von einsamkeit

28

sie wusste nicht
wie das geschehen konnte
wurde sie doch einst
so viel berührt
an leib und seele
den momen tgenießend
immer aufs neue
sie erinnerte nicht
wann es das erste mal
war dass sie
so verletzt sich fühlte
und der panzer
zu wachsen begann
dass nun unberührbar
wohl zu sein schien
und sie nur noch lebte
von den brosamen
der erinnerung

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