abendreim

der regen hängte perlen auf
in winternackten zweigen
am abend im laternenlicht
da wollen sie sich zeigen

am abend im laternenlicht
ging langsam ich nach hause
es kam die nacht, des tages end
vom tagwerk eine pause

es kam die nacht, des tages end
müdigkeit mein begleiter
ein blick ins glitzernde geäst
stimmte mich dennoch heiter

ein blick ins glitzernde geäst
beschwingt wurde mein schritt
das bild vom perlenglitzern
nehm in den traum ich mit

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kind.nachtwach

ich frage mich
ob du schon schläfst
es ist schon dunkel
draußen
ich bin noch wach
fürchte die monster
die unter betten
hausen
noch nie hab ich
dort nachgeschaut
weil ich mich doch
nicht traue
doch wenn ich groß bin
wirst du sehn
wie ich den spuk
verhaue!
du schläfst wohl schon
ob du was träumst?
ich fühlte mich
geborgen
wenn du hier wärst
und wir ezählten
geschichten bis
zum morgen…

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mondsuche

siehst du den mond?
versilbert die nacht
doch seh ichs nicht
das hat gemacht
das wetter das
mit dickem grau
ihn abgedeckt
warum ist er bloß
so versteckt?
gerade heut
ist er fast rund
wirkt mopsfidel
und urgesund
zumindest denke
ich mir das
er zeigts ja nicht
das ist kein spaß
ich seh ihn nicht
schaut er dich an?
das tröstet mich
so dass ich dann
ganz ruhig schlafen
gehen kann

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abendreim

der mond liegt
heut gebettet
auf einem wölkchenvlies
als sollte
dies ihn wärmen
der nachtfrost ist doch fies!
noch reicht nicht
tages wärme
die die sonne hinterließ
die dämmrung
läßt schon frieren
streut raureif auf die wies
den dann der
mond versilbert
aus seinem wolkenvlies
wenn wir längst
warm gebettet
schlafen und träumen süß

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abend in der vorstadt

schwarzschwingen hoch im abendhimmel
sie kreisen vielfach überm viertel
den bäumen wachsen wieder krähen
bis in den frühen wintermorgen
den bäumen wachsen wieder krähen
sie haben ihre eignen lieder
die bald schon ganz verstummen werden
verloren in dem schwarz der nacht
das zieht von osten schon herüber
schluckt ganz allmählich die kontraste
bis die laternen lichter werfen
als punkte auf die pflasterwege
auf welchen wenige nur gehen
den bäumen wachsen wieder krähen
die stets für eine nacht nur bleiben
das erste taglicht wird sie packen
und wieder in die welt verstreun

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